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Resolution für Entlastung des Netzknotens Bergrheinfeld / Grafenrheinfeld

Pressemitteilung, 10. Oktober 2017

8. Runder Tisch zum Thema Stromtrassen von Dr. Anja Weisgerber

Beim 8. Runden Tisch zum Thema Stromtrassen haben über 25 Kommunalpolitiker aus den Landkreisen Schweinfurt und Haßberge, drei Abgeordnete aus Bund und Land sowie Vertreter von Verbänden eine Resolution gegen den Bau weiterer Wechselstromleitungen mit Endpunkt in Bergrheinfeld oder Grafenrheinfeld verabschiedet und unterzeichnet. Unter den Unterzeichnern sind die beiden Landräte Florian Töpper (Schweinfurt) und Wilhelm Schneider (Haßberge), der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel, seine Bundestagskollegin Dorothee Bär sowie die Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber, auf deren Initiative hin die Resolution zu Stande kam.

Die Politiker lehnen die geplante Wechselstromleitung P43 vom hessischen Mecklar nach Bergrheinfeld ebenso wie die Wechselstromleitung P44 von Altenfeld in Thüringen nach Grafenrheinfeld in den ursprünglichen Varianten ab. Die Bundesnetzagentur hat zusammen mit den Übertragungsnetzbetreibern Alternativen entwickelt, die eine Entlastung des Netzknotens Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld vorsehen. Bei P43 wurde eine alternative Maßnahme weiterverfolgt. Beim Projekt P44 wurden zusätzlich vier alternative Trassen betrachtet.

In ihrer Resolution stellen die Politiker zunächst einmal den Bedarf für die Projekte P43 und P44 mit ihren jeweiligen Alternativen in Frage und fordern eine eingehende Prüfung, ob diese Maßnahmen notwendig sind.

„Wir stehen zur Energiewende, aber unsere Region leistet mit den bereits bestehenden Leitungen mit Endpunkten in Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld sowie der geplanten Gleichstromleitung SuedLink bereits einen erheblichen Beitrag zum Netzausbau“, betont Anja Weisgerber. „Beim Netzausbau muss aber eine faire Lastenverteilung zwischen den einzelnen Bundesländern und Regionen erreicht werden. Es kann nicht sein, dass eine einzelne Region die Last zu einem großen Teil alleine schultert.“ Weisgerber ist es wichtig, dass in diesem frühen Stadium der Planung, in dem noch keine konkreten Anfangs- und Endpunkte sowie Trassenverläufe feststehen, die möglichen betroffenen Kommunen ein starkes Zeichen aussenden.

Bergrheinfelds Bürgermeister Ulrich Werner erläutert, dass bereits jetzt am Netzknoten seiner Gemeinde zahlreiche Leitungen aus allen Richtungen aufeinandertreffen: „Unsere Gemarkung durchqueren alleine rund 150 Strommasten aller Spannungsebenen. Durch den Bau von P43 und P44 würde sich die Anzahl der Strommasten nochmals massiv erhöhen. Dies ist für die Menschen in der Region, die bereits jetzt große Lasten tragen, nicht mehr zumutbar.“

Würden alle Leitungen – wie von den Netzbetreibern vorgeschlagen – umgesetzt, wäre nach Aussage der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner rund ein Viertel der gesamten Stromlast Deutschlands am Netzknoten Grafenrheinfeld gebündelt. „Dies ist schon aus Gründen der Versorgungssicherheit abzulehnen“, zeigt sich Anja Weisgerber kämpferisch.

In ihren Augen gilt die energiepolitische Vereinbarung der Großen Koalition vom 1. Juli 2015, die eine Entlastung der Region um Grafenrheinfeld zum Ziel hat, nach wie vor. Nach Meinung der Bundesnetzagentur wären die Alternativen von P43 und P44 nahezu gleichwertig sowie netztechnisch realisierbar. „Beim Bau von P43 und P44 in der ursprünglichen Variante ist ein Neubau in neuer Trasse erforderlich, was bedeutet, dass neue Schneisen quer durch die Landschaft geschlagen werden. Auch umweltfachlich würden die ursprünglichen Varianten in erheblichem Maß in schützenswerte und unberührte Kultur- und Erholungslandschaften in den Landkreisen Schweinfurt und Haßberge eingreifen. Bei den Alternativen soll jedoch bestehenden Trassenverläufen gefolgt werden. „Im Sinne einer nachhaltigen Raumordnung würde mit den Alternativen eine zusätzliche Rauminanspruchnahme in bisher unberührten Gebieten vermieden werden. Deshalb würden die Belastungen für die Schutzgüter Mensch, Natur und Landschaftsbild geringer ausfallen“, betont Weisgerber.

„Wir drängen auf eine punktgenaue Einhaltung der Vereinbarung vom Juli 2015 und fordern weiterhin eine Entlastung der Region um Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld“, ergänzt Weisgerber. Bei dieser Forderung weiß die Abgeordnete auch die Bayerische Staatsregierung an ihrer Seite. Bürgermeister Ulrich Werner dankte Anja Weisgerber für die Erstellung der Resolution sowie den anderen Abgeordneten, Kommunalpolitikern und Verbänden für das „starke Zeichen der Solidarität gegen eine Überlastung des Netzknoten Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld“.

Die Resolution wird nun an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Bundesnetzagentur sowie die Übertragungsnetzbetreiber geschickt werden. Diese werden aufgefordert, „unsere Region wie versprochen beim weiteren Netzausbau zu entlasten und von den Planungen für die Wechselstromleitung P43 ebenso wie die Wechselstromleitung P44 in den ursprünglichen Varianten mit Endpunkten in Bergrheinfeld bzw. Grafenrheinfeld abzusehen.“

Den Originaltext der Resolution können Sie hier herunterladen…

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