Unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber – Anwältin für unsere Heimat

Sicherheit durch Stärke, Zuwanderung begrenzen

Klar für Landwirtschaft und Umwelt

Familien als Fundament unserer Gesellschaft fördern

Klar für die Bürger meiner Heimat

Klar für die Förderung des ländlichen Raums

Klar für den Wirtschaftsstandort Schweinfurt-Kitzingen

Klar für Stabilität in Deutschland und Europa

Für meine Heimat erhebe ich meine Stimme in Berlin

Im Porträt: Anja Weisgerber, Klimaschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Tagesspiegel BACKGROUND Energie & Klima, 13. Juni 2018

Den Spagat, den Anja Weisgerber als CSU-Politikerin und Klimaschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vollbringen muss, konnte man vor einigen Monaten im Parlament beobachten. Bei einer Diskussion zum CO2-Preis redete ihr Parteikollege Georg Nüßlein das Instrument in Grund und Boden.

Weisgerber selbst warnte in ihrem Redebeitrag vor einem „unüberlegten Höher-Schneller-Weiter im nationalen Alleingang“. Fast versöhnlich fügte sie hinzu, dass man natürlich in alle Richtungen denken müsse. Etwa darüber, den Verkehrs- und Wärmesektor in den CO2-Handel einzubeziehen. Klar müsse aber sein: „Es darf keine Mehrbelastung für die Verbraucher und Unternehmen geben.“

„Wir als CSU sehen uns beim Klimaschutz in der pragmatischen Mitte“, sagt die 42-Jährige an einem Nachmittag in ihrem Abgeordnetenbüro im Paul-Löbe-Haus. Wie so oft trägt sie blauen Rock und weiße Jacke, die Farben ihrer Partei und ihres Bundeslandes Bayern. „Wenn ich meine Parteikollegen vom Klimaschutz überzeugen will, muss ich von der ökonomischen Seite her argumentieren“, sagt sie. Etwa damit, dass der Klimawandel auch fatale Folgen für die bayrische Landwirtschaft haben wird. Die lokalen Weinbauern leiden heute schon. Gerade in letzter Zeit gab es in Bayern extreme Niederschläge. Das habe die Leute aufgeschreckt, sagt Weisgerber. Dabei hat sie eine Studie in der Hand, die sich mit dem Klimawandel in Bayern beschäftigt.

Die gebürtige Schweinfurterin trat mit 17 Jahren der Jungen Union Bayern bei. Der Kontakt zur Politik kam über den Großonkel zustande, einem Landtagsabgeordneten. Nur ein Jahr später leitete Weisgerber bereits den Arbeitskreis Umwelt der JU Bayern, nebenbei machte sie Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,2.

Angst, dass alles zu viel werden könnte, hatte die junge Frau nicht, denn sie war durch den Leistungssport Disziplin und Struktur gewohnt. Mit neun Jahren fing Weisgerber mit dem Tennis an, als Jugendliche spielte sie in der zweiten Bundesliga. Als dieser Abschnitt zu Ende ging, schloss sie nahtlos ein Jura-Studium, Referendariat und Promotion an und arbeitete in einer Großkanzlei in München. „Dennoch kam auch das Ausgehen bei mir nicht zu kurz“, gibt Weisgerber zu verstehen.

Und dann wurde sie mit 28 Jahren von Edmund Stoiber (CSU), damals Ministerpräsident Bayerns, für einen Sitz im Europaparlament vorgeschlagen. Das klappte. „Als junge Frau habe ich mir den Respekt im Europaparlament erst erarbeiten müssen.“ Weisgerbers Anträge galten als akribisch vorbereitet, ihnen schlossen sich die Abgeordneten der Europäischen Volkspartei gerne an. Sie blieb auch bei „ihrem“ Thema und war Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen.

2013 kandidierte sie erstmals für den Wahlkreis Schweinfurt erfolgreich für einen Sitz im Deutschen Bundestag, seit diesem Jahr ist sie Klimaschutzbeauftragte der Union. Bei den Grünen und der FDP gilt ihre Meinung als eher progressiv im Vergleich zu ihren Parteikollegen. Man wünscht ihr, dass sie sich mit dieser Meinung auch durchsetzen kann.

Weisgerber ist außerdem stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen-Union Bayern und Mutter von zwei Kindern, das jüngste ist fünf Jahre alt. Wie bekommt sie das alles hin? „Organisation ist alles. Und wenn ich in Berlin bin, dann arbeite ich lange in die Nacht hinein“, so Weisgerber. Der Sport darf nicht zu kurz kommen: Die eine oder andere Mittagspause nutzt sie daher für einen Lauf an der Spree.

Hat der CO2-Preis nach der Landtagswahl in Bayern eine Chance? „Wir haben den klaren Auftrag, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten“, sagt Weisgerber. Sie stellt auf die Kohle-Kommission ab: Sie werde einen Instrumentenmix zur Einhaltung der Klimaziele entwickeln und das gelte es abzuwarten, so die CSU-Politikerin.

Nora Marie Zaremba

Wer ist Ihr Stromanbieter, warum gerade dieser?
Mein Stromanbieter ist die ÜZ Lülsfeld, ein regionaler Stromanbieter und Vorreiter bei der Nutzung von erneuerbaren Energien, bei dem ich einen Tarif beziehe, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft besteht.

Was muss passieren, damit Sie ein E-Auto kaufen?
Ich bin fest entschlossen, mir ein E-Auto zu kaufen, habe aber noch nicht das richtige Auto gefunden. Bei Hybriden ist das Problem, dass sie nur begrenzt elektrisch fahren. Und die Elektroautos, die rein elektrisch fahren, müssen noch besser werden beim Thema Reichweite. Die Bundesebene macht außerdem schon viel, damit mehr Schnellladesäulen entstehen.

Wer aus der Energie- und Umweltszene hat Sie beeindruckt?
Klaus Töpfer als Vater der Kreislaufwirtschaft und Barack Obama, der das Klimaabkommen von Paris noch in seinen letzten Monaten als Präsident ratifiziert hat.

Was war für Sie die wichtigste Energie-Innovation der vergangenen Jahre? Welche würden Sie sich wünschen?
Energiespeicher und Technologie zur Verbesserung der Energieeffizienz. Bei mir im Wahlkreis ist zum Beispiel ein riesiger Prüfstand für Kugellager, die in Windrädern verbaut werden. Damit werden die Windräder effizienter. Das ist wichtig für das Klima, und mit solchen Umweltinnovationen werden gleichzeitig auch Arbeitsplätze in der Region geschaffen.    


Erschienen im "Tagesspiegel Background", 13.06.2018, https://background.tagesspiegel.de/. Der Abdruck des Portraits erfolgt mit Genehmigung durch Tagesspiegel Background.

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