Amerika hat gewählt: 4 Fragen an Anja Weisgerber

1. Überrascht Sie der Wahlausgang?

Die Umfragen der letzten Tage haben ein Kopf-an-Kopf-Rennen, mit leichtem Vorteil für Hillary Clinton, vorhergesagt. Es war aber alles offen. Die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika haben entschieden und Donald Trump gewählt.
Ich persönlich habe Clinton leicht vorne gesehen, weshalb mich der Wahlausgang schon überrascht hat.


2. Wie haben Sie die Wahl verfolgt?

Hauptsächlich über das Internet und heute Morgen habe ich, bevor ich in den Bundestag gegangen bin, den Fernseher eingeschaltet, um mich auf den neusten Stand zu bringen. 


3. Welche Auswirkungen erwarten Sie für die deutsch-amerikanischen Beziehungen? 

Die USA ist und bleibt einer unserer wichtigsten Verbündeten. Die enge transatlantische Partnerschaft ist für Deutschland und Europa in den nächsten Jahren weiter von zentraler Bedeutung. Der Ausgang der US-Wahl ist das Ergebnis einer demokratischen Wahl. Das bedeutet, das Ergebnis zu akzeptieren. Deshalb werden wir mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten zusammenarbeiten und alles dafür tun, die transatlantischen Beziehungen zu pflegen.


4. Ist eine ähnliche Entwicklung für Sie auch in Deutschland denkbar?

Die heftige Wahlauseinandersetzung in den USA wirkte auf viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und auch auf mich abschreckend. Auch bei politischen Auseinandersetzungen muss es fair und ohne persönliche Diffamierung zugehen. Ich gehe davon aus, dass solche Wahlkämpfe, wie in den USA, bei uns in Deutschland nicht kommen werden.
Der Wahlkampf hat auch gezeigt, dass die amerikanische Gesellschaft tief gespalten ist. Dies hängt sicherlich auch mit dem Mehrheitswahlsystem in den USA zusammen. In Deutschland ist die Parteienlandschaft dagegen pluralistischer. Wichtig ist, dass wir auch weiterhin die Menschen mit ihren Anliegen ernst nehmen. Als CSU werden wir an unserem bewährten Grundsatz "Zuhören - Verstehen - Handeln" festhalten und uns für die Menschen einsetzen.

DBT - Werner Schüring

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