Besserer Schutz vor Pestiziden geplant

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 23. Okober 2007

Brüssel. Die Menschen in Europa sollen künftig besser vor besonders giftigen Pestiziden geschützt werden. Einem entsprechenden Verordnungsentwurf stimmte das Europaparlament in Straßburg am Dienstag in erster Lesung zu.

Demnach sollen Stoffe, die Krebs erregen, Fruchtbarkeit und Erbgut beeinträchtigen, Nervenkrankheiten wie Parkinson auslösen oder den Hormonhaushalt beeinflussen können, künftig EU-weit verboten werden. Außerdem sollen um Schulen, öffentliche Parks und bestimmte Wohngebiete Schutzzonen errichtet werden, in denen keine Pestizide versprüht werden dürfen.

Die Vorlage geht nun an den Ministerrat. Mit einer definitiven Abstimmung rechnen die Europaabgeordneten nicht vor Ende kommenden Jahres. Vorgesehen ist auch eine Vorschrift, wonach Pestizide unter bestimmten Umständen durch weniger gefährliche Stoffe ersetzt werden müssen, sofern diese nicht teurer sind und keine Resistenzen hervorrufen. Mehrere weiter reichende Forderungen des Umweltausschusses fanden allerdings keine Mehrheit. So lehnten vor allem Konservative und Liberale die pauschale Reduzierung aller Pestizide um 25% binnen fünf und 50% binnen zehn Jahren ab. Verbote dürften nur auf der Basis wissenschaftlicher Beurteilungen erfolgen, sagte die CSU-Abgeordnete Anja Weisgerber. Abgelehnt wurde ferner die Forderung nach einer Öko-Steuer auf Pestizide.

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