BN will KKG-Rückbau im Auge behalten

MainPost, 03. Juli 2014

Die Macht der Natur, sie wurde bei der Feier „40 Jahre Kreisgruppe Schweinfurt“ des BUND Naturschutz in Bayern in den Wehranlagen deutlich. Bei regnerischem Wetter blieb der Festnachmittag eher schwach besucht. Wer kam und zu Rahmenprogramm plus Kindertheater seinen Infostand aufstellte, zählte meist zu den treuen Mitstreitern: Darunter das Aktionsbündnis gegen Atomkraft und der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald. Auch Politik und Fachbehörden waren gut vertreten.

Dazu gab es den Blick zurück: Die Kreisgruppe entstand, als sich der 1913 gegründete Bayern-BN vom wanderfreudigen Honoratioren-Verein im Süden zur landesweiten, politisierten Massenbewegung mauserte. Viele Mitglieder seien ursprünglich enthusiastische Anhänger der „sauberen“ Kernenergie gewesen, erinnerte Edo Günther als Vorsitzender der Kreisgruppe. Im Schweinfurter Umland wurde früh gegen das KKG gekämpft: „Schon 1974 gab es bei uns eine überwiegend ablehnende Haltung“, erinnert sich Stadtrat Herbert Wiener (SPD), der als Gründungsmitglied geehrt wurde.

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Oberbürgermeister Sebastian Remelé verwies auf die Wehranlagen als „Botanischen Garten“ der Stadt. Auch der Vertreter der Stadt bedankte sich für vielfältige Zusammenarbeit. Remelé lud die Kreisgruppe dazu ein, an der Konversion mitzuarbeiten. Anja Weisgerber, MdB, bedankte sich als Obfrau der CSU im Umweltausschuss für „Herz, Verstand und Tatkraft“ der Kreisgruppe, in einem umweltpolitischen Rundumblick. Beim Thema Nationalpark Steigerwald (den ihre Partei ablehnt), werde man an diesem Tag „nicht auf einen gemeinsamen Nenner“ kommen, so Weisgerber. Auch Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND , gab sich hier diplomatisch und signalisierte Bereitschaft, über Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Als Beauftragter für Nordbayern ab 1973 war Weiger einer der Wegbereiter des BUND in der Region.

Edo Günther blickte in die Zukunft: Mit der Abschaltung des KKG 2015 sei das Thema nicht vom Tisch: „Der Rückbau und die Mülllagerung werden uns noch Jahrzehnte beschäftigen.“ Beim Brönnhof setzte man sich für eine Überführung der naturnahen, bundeseigenen Flächen ins Nationale Naturerbe ein. Angesichts von Überlegungen, das Gelände für Erneuerbare Energien zu nutzen oder die Heeresstraße auszubauen, erinnerte Günther daran, dass es sich vorwiegend um ein Flora-Fauna-Habitat handele, mit strengen Richtlinien.

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