CSU-Geburtsstunde in der Kapelle

Main Post, 05. Dezember 2010

Der Kreisvorsitzende der CSU Würzburg Stadt Oliver Jörg wollte am Sonntag kräftig feiern und das Versprechen hat er auch gehalten. Im Saal des Kolpinghauses und bei einem Empfang in der Aula begingen die Christsozialen den 65. Geburtstag ihres Verbandes gemeinsam mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Gleichzeitig gab es auch Ehrungen verdienter Mitglieder, darunter CSU-Männer, die der Partei 60 und 65 Jahre die Treue gehalten haben. Der Kreisverband hat derzeit 1200 Mitglieder und stellt die stärkste Fraktion im Würzburger Stadtrat.

„Wir haben diesen Tag bewusst ausgesucht“, betonte Jörg, dessen politische Karriere ihn in den Landtag geführt hat. Denn der Sonntag war der Tag des Ehrenamtes. Und ohne die Hilfe der vielen freiwilligen Mitarbeiter an der Parteibasis gehe eigentlich nichts, könne man als Politiker nicht viel bewegen. „Von den Helfern wird viel für die Demokratie geleistet“, so Jörg.

Vor dem Festakt hatten sich die Mitglieder zu einem Gottesdienst in der Hauskapelle des Elisabethenheimes versammelt. Auch das ein besonderer Ort, denn 1945 hatten sich Interessierte dort getroffen und die CSU Würzburg aus der Taufe gehoben. Allen voran Dr. Adam Stegerwald, dem Jörg ausgiebige Redezeit widmete. Er stellte das Anliegen des charismatischen Politikers heraus, nach dem Krieg mitten in der Würzburger Trümmerlandschaft eine überkonfessionelle Partei aus der Taufe zu heben, die die Bürger für ein künftiges Deutschland unter einer politischen Idee zusammenführt.

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Über 30 Stegerwald-Straßen
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Peter Keller ist Mitglied des Stegerwald-Kreises. Er stellte den Bauernsohn aus Greußenheim, seine steile politische Karriere und seine Visionen vor. Dessen 65. Todestag wurde am vergangenen Freitag gefeiert. In über 30 deutschen Städten sind Straßen nach Stegerwald benannt. Er schwang sich vom Bauernsohn über eine Schreinerausbildung bis zum Reichsminister (1929 bis 1932) und ersten unterfränkischen Regierungspräsidenten auf, so Keller. Über allem hätten zwei Visionen gestanden: er kämpfte vor 100 Jahren für eine christliche Gewerkschaft und nach dem Zweiten Weltkrieg für eine überkonfessionelle Partei, in der alle Bürger Platz finden könnten.

Ehrengast Spaenle ging auch Jahre zurück in ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte: das Dritte Reich. Dort in den Folterkellern der Gestapo und den Konzentrationslagern des Reiches hätten viele Demokraten, Männer und Frauen, gelitten, die eine Überzeugung einte: Nie wieder dürfe es im deutschen Namen so einen Zivilisationsbruch, so einen Massenmord geben. Und so fanden sich 1945 in Bayern demokratisch gesinnte Menschen zusammen, die eines wollten, eine überkonfessionelle, christlich geprägte Volkspartei, erinnerte der Minister.

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Natürlich hatte die Feier jede Menge Politiker angelockt, darunter Vertreter aus dem Landkreis-CSU, der Grünen und der SPD und die Abgeordneten Anja Weisgerber (Europa) und Paul Lehrieder (Bundestag). Zwei Urgesteine der Würzburg CSU durften natürlich an diesem Tag nicht fehlen, da sie auch Ehrenurkunden erhielten: der ehemalige Postminister und langjährige Kreisvorsitzende Wolfgang Bötsch war 50 Jahre dabei, Landtagspräsidentin Barbara Stamm 40 Jahre.

CSU-Ehrungen

Die Würzburger CSU ehrte treue Mitglieder:

40 Jahre: Alois Beez, Johannes Etzel, Paul Aloys Grawe, Anton Halbich, Günter Harzdorf, Heinrich J. Haßbach, Rudolf Kallmünzer, Ronald Katzenberger, Franz Klein, Hans Kufner, Doris Lotz, Clemens Lückemann, Karl Niedermaier, Maria Preuß, Wolfhard Preuß, Dietger Reinhold, Karl Rost, Hermann Schmitt, Hans Schöbel, Johanna Schuster, Lucia Imelda Schwarz, Franz Seis, Barbara Stamm, Oskar Tratt, Hans-Peter Türk, Gerhard Waldmann, Rudolf Weber, Günter Weis, Bruno Zeissner.

50 Jahre: Wolfgang Bötsch, Wendelin Engert, Wolfgang Faust, Heinz Gradt, Karl Horbelt, Rudolf Küth, Stephan Lohbrunner, Heinz Michler, Klaus Peter Möller, Helmut Müller, Manfred Nadler, Karl Schmidt, Willibald Schmitt, Otto Schulz, Ludwig Stamm, Gerhard Vogel, Erwin Ziegler.

60 Jahre: Franz Gerstner.

65 Jahre: Gerhard Wurzler.

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