Der Aal ist Sorgenkind des Mains

Schweinfurter Tagblatt, 31. März 2008

EU-Verordnung zum Schutz für den Fisch

(däsi) Der Aal gilt als bedeutendster Speisefisch im Main, als „Brotfisch“ der Berufsfischer. Er macht rund die Hälfte ihres Jahresfangs aus – und er ist ihr Sorgenkind. Sein Bestand ging wie in ganz Europa so auch im für ihn wichtigsten bayerischen Binnengewässer in den letzten Jahren massiv zurück. Doch jetzt scheint Hilfe in Sicht: Die Europäische Union hat eine Aal-Verordnung verabschiedet und fordert ihre Mitgliedsstaaten zu Schutzmaßnahmen auf.

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Furcht vor Fangverbot
Aalschutz und Managementpläne sind Themen, die auch den Fischereiverband Unterfranken beschäftigen und die er in einem Pressegespräch mit der unterfränkischen EU-Abgeordneten Anja Weisgerber (CSU) erörterte. Für eine Verbesserung des Aalbestandes muss demnach die Durchgängigkeit der Flüsse erhöht werden, zum Beispiel durch den Bau von Umgehungsgerinnen und Fischtreppen. Zudem soll eine Fangquote für Jungaale an den Küsten eingeführt werden. Und ab 2013 gilt: 60 Prozent der gefangenen Glas-Aale sind für Besatzmaßnahmen zu verwenden, ihre Vermarktung ist untersagt.

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„Ein Fangverbot wäre das Schlimmste, was uns treffen könnte“, so Werner Kenner, Präsident des Fischereiverbands Unterfranken. Wie er begrüßten auch die anderen Fachleute die EU-Initiative „als große Chance zur Rettung des Aals“ und zum Erhalt der Artenvielfalt.

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