Der Arbeitskreis Umwelt der Jungen Union Schweinfurt besuchte vergangene Woche die NBS-Müllsortierungsanlage in Bergrheinfeld.

Schweinfurter Tagblatt

Den umweltbewußten Verbraucher endlich belohnen.....
JU für Müllverwiegeversuch


Die Junge Union der Kreisverbände Schweinfurt-Land und –Stadt sprach sich bei einer Aktion des Arbeitskreises Umwelt in Bergrheinfeld für den Müllverwiegeversuch in Schwebheim aus.

Mit der Müllverwiegung wird dem Wunsch der Bevölkerung nach Gebührengerechtigkeit endlich Rechnung getragen, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Anja Weisgerber, die den AK Umwelt zusammen mit Christian Hofmann und fünf weiteren Mitgliedern gegründet hat.

Das Ziel dieses Arbeitskreises ist, die Bevölkerung mit Veranstaltungen über umweltpolitische Themen aus dem Landkreis zu informieren und dazu öffentlich Stellung zu beziehen. Letzten Freitag fand die erste Aktion des AK Umwelt zu dem im Juli anlaufenden Müllverwiegeversuch in Schwebheim statt. Bevor Frau Diem von der Nordbayerischen Städtereinigung (NBS) und Herr Schraut vom Landratsamt über die Technik und den Hintergrund des Modellversuchs referierten, wurde die NBS-Müllsortierungsanlage in Bergrheinfeld besichtigt. Übrigens findet dort, im Anwesen Richtbergstraße 3 in Bergrheinfeld, am 24. Mai ein ?Tag der offenen Tür? statt.

?Der umweltbewußte Bürger, der sich um Abfallvermeidung und sorgfältige Mülltrennung bemüht, spart durch das Müllverwiegesystem Gebühren?, so der Pressesprecher der Jungen Union, Oliver Elflein. Dieser Anreiz könnte zu einer Reduzierung der Abfallmenge führen. Außerdem habe eine Reststoffanalyse im Herbst letzten Jahres ergeben, daß in die Restmülltonne ca. 50% aussortierbare Wertstoffe eingeworfen werden. Bei einer weiteren Aussortierung von der Hälfte dieser Wertstoffe durch die Bürger könnte der Landkreis, nach Abzug der Mehrkosten, 375.000 DM für die Verbrennung im GKS sparen.

Der Modellversuch in Schwebheim dient dazu, aufzuzeigen, ob das System der Müllverwiegung im Landkreis Schweinfurt praktikabel wäre. Dieses Gebührenmodell wird allerdings auch nur dann eingeführt, wenn die Vorteile überwiegen. Dies wird nach Ablauf des Modellversuchs in Schwebheim vom Landratsamt festgestellt.

Im Namen der CSU-Kreisvorstandschaft bedankte sich der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Eck für das umweltpolitische Engagement der Jungen Union, die mit ihren Aussagen zum Müllverwiegeversuch auf gleicher Linie mit ihrer Mutterpartei liege. Außerdem regte er eine Intensivierung der Zusammenarbeit auch bei anderen politischen Themen an.
Anschließend appelierte die JU-Kreisvorstandschaft und deren AK Umwelt an die Schwebheimer Bürger, den Müllverwiegeversuch in Schwebheim tatkräftig zu unterstützen.

Der Markt 4.5.97

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Ein Chip sorgt für Gerechtigkeit

Schwebheim (HOF)
"Die Junge Union unterstützt den Müllversuch, weil der umweltbewußte Bürger belohnt wird", so Anja Weisgerber, stellvertretende Kreisvorsitzende und Ansprechpartnerin des Arbeitskreises Umwelt in der JU bei einer Veranstaltung, in der über die geplante Müllverwiegung in Schwebheim informiert wurde.
Wer Abfall vermeide und sorgfältig trenne, könne dies nun bei den Gebühren spüren. Dieser Anreiz führe zu einer Reduzierung der Abfallmenge. Gleichzeitig würden die Kosten des Landkreises für die Müllbeseitigung gesenkt. An die Schwebheimer Bürger appellierte Weisgerber, die gute Idee der Müllverwiegung tatkräftig zu unterstützen. Nach einem Jahr werde ausgewertet und abgewogen, ob diese Art der Müllverwiegung im ganzen Landkreis eingeführt werden kann.
Vorher hatte die JU die Sortieranlage der Nordbayerischen Städtereinigung (NBS) im Bergrheinfelder Industriegebiet ?Am Bahnhof? besichtigt. Karin Diem von der NBS erklärte die technischen Neuerungen, die durch den Versuch Müllverwiegung anfallen.
So erhalten die Schwebheimer neue Bio-und Restmülltonnen, beide grau und am Deckel zu unterscheiden. Alle Tonnen sind mit einem Chip ausgestattet, so daß Verwechslungen
ausgeschlossen seien.
Das Chip-Lesegerät der neuen Müllfahrzeuge erfasse die Daten der Tonnen. Über ein Modem werde die Menge ans Landratsamt zur Verarbeitung der Daten weitergemeldet. Gewogen werde vor und nach der Leerung. Damit müsse nur der Müll bezahlt werden, der tatsächlich abgefahren worden sei.
Norbert Schraut vom Landratsamt informierte über die wichtigsten Neuerungen durch diesem am 1. Juli 1997 startenden Versuch. (Wir berichteten)

Schweinfurter Tagblatt 29.4.1997

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