Diskussion zur Bundestagswahl: „Damit Ihr Hoffnung habt“

Mainpost, 28.07.2013

Das Ziel ist klar: „Damit Ihr Hoffnung habt“, singt der junge Kirchenchor Chorpuccino in der Pause im Pfarrsaal von Christkönig, „und die Sonne scheint für jeden, der im Dunklen tappt“. Vier von fünf eingeladenen Bundestagskanditen sind zur Podiumsdiskussion „Wählbar?!“ erschienen, lediglich Ursula Seissiger (FDP) glänzt durch Abwesenheit.

Mindestlohn? Lohnuntergrenze?
Juristin Anja Weisgerber (CSU), sie verweist als Europaabgeordnete auf die gute wirtschaftliche Entwicklung, die „Anwältin der Bürger“ will Umweltschutz und ärztliche Versorgung auf dem Lande, als Mutter eine „Willkommenskultur für Kinder“.

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Beim Thema Leiharbeit beginnt Schwarz und Dunkelrot zu kabbeln: Für Anja Weisgerber ein Instrument bei Auftragsspitzen, wenn auch durch die Union nachgebessert: „Da brauchen sie nicht zu lachen, Herr Ernst.“ Beide kritisieren unisono frühere Maßnahmen von Rot-Grün. Plate verweist auf die demographische Entwicklung und die europäische Dimension, mit 3,5 Millionen „rechtlosen Wanderarbeitern“. In Sachen „Energiewende“ geht Hofmann mit grüner Hilfe („Wir brauchen deutsche Umwelttechnik“) in die Offensive, äußert Misstrauen gegen die Bereitschaft der Union zum Atomausstieg.

Kein einziges Schweinfurter Unternehmen sei umlagebefreit, der Freistaat begrüße zwar die dringend benötigte Speichertechnik, unterstütze hier aber kein einziges Forschungsprojekt. „Ich kenne dieses parteipolitische Gegeneinander von der europäischen Ebene gar nicht“, fordert Weisgerber Zusammenarbeit: „Ich stehe zu dem (Ausstiegs-)Gesetz.“ (...) Für Weisgerber sind Steuererhöhungen Gift für Konjunktur und Arbeitsplätze: Auch die „Röthleiner Gärtnerei“ gelte es vor Erhöhung der Erbschaftssteuer zu schützen. Die falle erst bei einem Verkauf an, kontert Hofmann.

In der letzten Runde fragt der Bürger, Edo Günther etwa nach dem Seehofer-Vorstoß, den Mindest-Abstand für Windräder zu erhöhen: „Wir brauchen eine Energiewende mit dem Bürger, nicht gegen sie“, sagt Weisgerber salomonisch[.](...)

Atommüll: Suche ohne Vorbehalte
Babs Günther fragt nach der Zukunft des Atommülls in Grafenrheinfeld, nach dem Ausstieg. „Wir waren gegen die Zwischenlager“, wendet sich Anja Weisgerber gegen eine Verteilung übers Land[.](...)

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