Einsatz für den Bocksbeutel

Bayernkurier, 1. Dezember 2007

Bei der Abstimmung über die Weinmarktordnung im Agrar­ausschuss des Europäischen Parlaments gaben die Abgeordneten ein klares Votum zugunsten der Interessen der deutschen Winzer ab. Der agrarpolitische Sprecher der CSU-Europagruppe, Albert Deß (Bild) und seine unterfränkische Kollegin Anja Weisgerber (Bild) freuen sich besonders über den Erfolg ihres intensiven Einsatzes zum Schutz des Bocksbeutels: “Damit setzen wir ein deutliches Zeichen dafür, dass der Bocksbeutel fränkisch bleibt.” Auch den Liberalisierungsplänen der Kommission erteilte der Ausschuss eine Absage und sprach sich dagegen aus, schon jetzt festzulegen, dass ab 2014 das Verbot der Neuanpflanzungen endgültig aufgehoben wird. Ebenfalls wichtig: Die für deutsche Lagen manchmal nötige Anreicherung mit Sacharose soll erlaubt bleiben. In der Frage der Etikettierung votierte der Agrarausschuss dafür, dass verschiedene Lagen auch weiterhin auf dem Etikett angegeben werden können und dass es mehr als eine Weinsorte pro Lage geben darf. Weisgerber: “Mit unseren Vorschlägen wäre die einzigartige Vielfalt an fränkischen Weinen gesichert.” Anders als von der Kommission vorgesehen, sollen Jahrgang und die Rebsorte nicht auf einfachen Tafelweinen, sondern auch in Zukunft nur auf Qualitätsweinen stehen. “Damit bleibt ein wichtiger Vermarktungsvorteil unserer qualitativ hochwertigen Weine in Franken erhalten”, betonen Weisgerber und Dess. “Das Ausschuss-Votum gegen die Pläne der Kommission ist ein wichtiger Erfolg für Franken.” Am 15. Oktober soll der Rat über die Refom der Weinmarktordnung entscheiden.

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