EU-Hygienepaket: Erfreuliche Entwicklung für Metzger

Schweinfurter Anzeiger, 23. Dezember 2009

Bis zum 31. Dezember diesen Jahres müssen schlachtenden Betriebe, die mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs umgehen, zugelassen sein. Die Voraussetzungen, die die Metzger für die Zulassung erfüllen müssen, sind aber viel flexibler als die bisher schon bestehenden Hygienevorschriften waren und bieten viele neue Spielräume für kleine und mittelständische Betriebe. Noch im April lag die Beantragungsquote bei 30 %. Daraufhin hatten der Landtagsabgeordnete Berthold Rüth und Anja Weisgerber die Initiative ergriffen und ein Gespräch mit Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und den Veterinären gesucht. Bei diesem Gespräch wurde vereinbart, dass die Kontrollen vor Ort unbürokratischer und verbindlicher ablaufen müssen. Zum 1. Dezember 2009 waren in Unterfranken 237 der 299 zulassungspflichtigen Betriebe zugelassen. Das zeigt, dass die Veterinäre die vom Gesetzgeber vorgesehenen Spielräume nun ausnutzen. Beantragt wurde die Zulassung von 295 unterfränkischen Betrieben, das entspricht 99 % aller zulassungspflichtigen Betriebe. Die Betriebe, die zum 31. Dezember 2009 die Zulassung nicht erhalten haben, müssen außerdem deshalb nicht schließen, sondern sie müssen ab dem 1. Januar 2010 ihre Rohprodukte von zugelassenen Metzgern beziehen. Die mit dem Antrag verbundenen Verwaltungskosten sind für die Metzger sehr gering. Falls bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen, so sind diese vor allem Investitionen in die Zukunft. Alle bayerischen Metzgereien, die eine Zulassung erhalten, bekommen in den nächsten Wochen ein Siegel mit Urkunde, das die Qualität des Betriebs verdeutlichen soll. So können sich die Betriebe, die die Zulassung haben, positiv absetzen. Die Zulassung ist damit ein Qualitätssiegel und der Weg in die Zukunft.

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