EU macht Produkte sicherer

Auszug aus Mainpost, 20. Februar 2008

Neue Richtlinie verpflichtet Hersteller und Importeure zu Qualität

von Detlef Drewes

Giftiges Spielzeug im Handel, unsichere Leuchtstoffröhren, die erst zu spät entdeckt werden – all das soll es in Zukunft nicht mehr geben. Am 1. Januar 2010 tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft.

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Zukünftig müssen nicht mehr nur die Hersteller, sondern auch die Importeure für ein Produkt einstehen.

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Der Verbraucher soll sich künftig auf ein neu gefasstes „CE“-Prüfsiegel verlassen können.

Die Zeiten, in denen Unternehmer und Verbraucherschützer „CE“ (eigentlich Communauté Européenne = Europäische Gemeinschaft) mit „China-Export“ übersetzten, soll „endgültig vorbei sein“, wie es der stellvertretende Koordinator im Binnenmarktausschuss, Andreas Schwab (CDU), ausdrückte. Bis dahin aber setzten sich vor allem die deutschen Abgeordneten gegen die Kommission durch, die sofort alle nationalen Gütesiegel vom Markt tilgen wollte. Anja Weisgerber, CSU-Europa-Abgeordnete aus Schwebheim (Lkr. Schweinfurt): „Das deutsche GS-Zeichen für 'Geprüfte Sicherheit' bleibt erhalten. Zumindest solange, bis der Verbraucher sicher sein kann, dass er auch mit dem CE-Siegel die gleiche Qualität bekommen wird.“ Damit nicht genug. Gefälschte oder fälschlich aufgebrachte Gütesiegel werden nach dem Inkrafttreten der Richtlinie von den Mitgliedstaaten strafrechtlich verfolgt. Mit China, aus dessen Werkstätten bis Ende letzten Jahres rund die Hälfte aller beanstandeten Produkte kam, wurde eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

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