Europa ist gut für das Handwerk

Volkszeitung Schweinfurt, 19. März 2008

Den „Elektriker“ gibt es nicht mehr – mit den gewachsenen Ansprüchen an das Können der Handwerker haben sich auch die Berufsbezeichnungen gewandelt. So erhielten am Sonntagmorgen 40 junge Handwerker in den Bereichen „Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik“, „Informationselektroniker Geräte- und Systemtechnik“ sowie Elektromaschinenbau ihre Gesellenbriefe.

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Die Festrede der Freisprechungsfeier hielt Anja Weisgerber, Mitglied des Europaparlaments. Das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“ habe angesichts dieses Nachwuchses auch heute noch Gültigkeit, auch wenn die Anforderungen sich geändert hätten. Das deutsche Handwerk sei nach wie vor eine der tragenden Säulen der Wirtschaft und der Gesellschaft, die Berufe seien angesehen und die Handwerker begehrt in aller Welt. Dies mache auch die europäische Dimension des Handwerks deutlich. „Europa und die europäische Integration sind gut für das deutsche Handwerk.“ Der europäische Binnenmarkt eröffne große Chancen.

Die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft habe belegbare Gründe. Als Beispiel nannte Weisgerber die von der EU angestoßene Diskussion zum Klimawandel und bezog damit auch andere Innungen mit ein. Die EU habe festgelegt, dass der Kohlendioxidausstoß bis 2020 um 20 Prozent gesenkt, die Energieeffizienz verbessert und der Einsatz erneuerbarer Energien auf 20 Prozent erhöht werden muss. Das bedeute auch neue Fenster einbauen, Dächer und Wände dämmen, auf Solarstrom und Holzpellets setzen und energieeffiziente Elektroanlagen installieren. Und hier profitiere das deutsche Handwerk von den Entscheidungen der europäischen Union.

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