Europa vor der Haustür

Auszug aus Mainpost, 19. Dezember 2008

Ab Januar öffnet die neue „europe-direct“-Stelle im biz in Haßfurt

Russland ist groß und der Zar ist weit, lautet eine russische Redensart. Die Europäische Union (EU) will sich ein gegenteiliges Image aufbauen. Mit ihren flächendeckenden „europe-direct“-Stellen will sie ihr Ohr ganz nah am Bürger haben. Die Europaabgeordnete Anja Weisgerber, Landrat Rudolf Handwerker mit Mitarbeitern und Haßfurts Bürgermeister Rudi Eck informierten bei einem Pressegespräch, dass demnächst eine solche Anlaufstelle sogar im Bibliothekszentrum (biz) am Haßfurter Marktplatz die Arbeit aufnehmen wird.

Das neue EU-Büro will auf der lokalen Ebene eine Schnittstelle sein zwischen den Bürgern und der EU. Das bedeutet vor allem, dass man hier vielfältige und fundierte Informationen bekommt. So erhalten etwa Schulen Materialien zu Aufbau und Struktur, aber auch zu aktuellen Themen wie der Europawahl im Juni 2009. Und wenn man Infos braucht zu grenzüberschreitenden Themen wie Klimawandel oder Finanz- und Wirtschaftskrise, ist man hier ebenfalls an der richtigen Adresse.

Die Anlaufstelle hat andererseits auch die Aufgabe, der EU Rückmeldung zu geben: Was liegt im Argen, wo gibt es noch Informationsbedarf und worüber beklagen sich die Bürger. Auf diese Weise soll das Büro eine echte Kontaktstelle zwischen der EU-Zentrale in Brüssel und ihren Bürgern werden.

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Sieben Anlaufstellen soll es in Bayern geben, informierte Weisgerber, die nächste liege im oberfränkischen Mitwitz. Mit der neuen Stelle will Weisgerber Europa ein konkretes Gesicht vor Ort geben. Handwerker und Eck zeigten sich stolz, dass Haßfurt bei der Ausschreibung in Unterfranken die Nase vorn hatte.

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Ab Ende Januar 2009 wird das neue EU-Büro im Rahmen der biz-Öffnungszeiten zugänglich sein, so Horst Hofmann. Als Geschäftsführer des Schulverbandes ist er dann für die rechtliche Leitung und Projektorganisation verantwortlich. Die fachliche Aufsicht übernimmt biz-Leiterin Annelie Ebert, wobei die konkrete Tätigkeit von ihrer Mitarbeiterin Sabine Gehles geleistet wird.

Das biz als Standort bezeichnete Handwerker als geradezu optimal, da es sich als Begegnungsstätte für etwa 72 000 Menschen aller Altersgruppen jährlich etabliert habe und einen engen und vertrauensvollen Kontakt zu den Schulen im Kreis pflege.

Zunächst einmal für drei Jahre wird die Anlaufstelle eingerichtet. Der Löwenanteil der Kosten wird aus europäischen Fördermitteln bestritten. Den Erfolg der Stelle wird man daran messen, ob und inwieweit diese Dienstleistung für die Bürger tatsächlich genutzt wird, so der Kreischef.

Den vollständigen Artikel erhalten Sie unter www.mainpost.de

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