Europaabgeordnete kämpft für Belange der Bäcker

Der Bäckermeister, 15. Januar 2010

Die bayerische Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber will ihre Mitgliedschaft im europäischen Ausschuss für Umwelt, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit dazu nutzen, sich für die Belange des Bäckerhandwerks und gegen überbordende Bürokratie einzusetzen. Dies hat sie in einem persönlichen Schreiben an Bayerns Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D. versichert. „Ich teile Ihre Meinung, dass die handwerklichen Bäckereien nicht durch überzogene Vorschriften an der Ausübung ihrer Arbeit unnötig behindert werden wollten“ versichert sie in ihrer Antwort auf ein Schreiben des bayerischen Verbandes vom Spätherbst 2009. Speziell die Festsetzung realistischer Richtwerte für den Salzgehalt im Brot sowie die Herausnahme loser Backwaren aus der Pflicht zur Nährwertkennzeichnung sind ihr ein besonderes Anliegen. Zudem will sie sich dafür einsetzen, dass allgemeine Aushänge im Verkaufsraum sowie die Kundenberatung durch das Verkaufspersonal als adäquate und ausreichende Möglichkeiten der Information über Allergene von der EU anerkannt und weitergehende Kennzeichnungen nicht gefordert werden.
Traublinger begrüßt die klare Aussage Weisgerbers. In ihrem Bekenntnis zum traditionellen deutschen Bäckerhandwerk und damit zur deutschen Brotkultur, die sich wie in keinem anderen Land Europas durch ihre Vielfalt auszeichnet, sieht er einen Garanten für handwerksgerechte Politik in Europa. Gern nimmt man in München zur Kenntnis, dass Weisgerber auch bei ihren Kollegen im Europaparlament für ihre Änderungsanträge zu den in der Beratung befindlichen bäckerrelevanten Verordnungen werben will.

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