Fast alle Metzgereien mit Zulassung

Auszug aus Main Echo, 24. Dezember 2009

Kurz vor dem Jahresende wartet auf die Betroffenen der EU- Hygienerichtlinie ein Happy End. Ab 31. Dezember benötigen Betriebe, die Lebensmittel tierischen Ursprungs herstellen und verarbeiten, eine besondere Zulassung. In Unterfranken sind 301 Metzgereien und vergleichbare Firmen von der Richtlinie betroffen. Voraussichtlich gehen nur 14 mit ungeklärtem Status in das neue Jahr.

Bis vergangene Woche hatten 250 unterfränkische Betriebe ihre Zulassung erhalten, zwei auf die Lizenz verzichtet. Von den 49 offenen Fällen, werden nach Angaben von Regierungssprecher Johannes Hardenacke 35 noch vor Silvester die Zulassung erhalten. In einigen Fällen handelt es sich um eine vorübergehende Erlaubnis, die den Betrieben die Möglichkeit gibt einige Defizite in der Übergangszeit auszubügeln. Größere Probleme haben noch 14 Betriebe. Dabei handelt es sich nach Angaben der Regierung vorwiegend um »Farmwild-Halter», die Fleisch vom Wild vermarkten und teilweise selbst schlachten. Sie suchen derzeit noch nach Lösungen, um über Kooperationen die Anforderungen erfüllen zu können. Trotz der Nachzügler glaubt Hardenacke, dass »das Problem jetzt im wesentlichen gelöst ist«.Danach sah es noch vor Monaten nicht aus. Zwar sind die EU-Bestimmungen bereits seit 2006 bekannt, für ihre Anwendung gab es aber eine Übergangsfrist bis Ende 2009. Obwohl die EU, nach Einschätzung der CSU-Europaabgeordneten Anja Weisgerber »die Hygienevorschriften nicht neue erfindet«, kam es im Vorfeld der Umsetzungen zu einigen Problemen bei der Abwicklung. Offenbar auch, weil die Experten der Bezirksregierung unterschiedliche Vorstellungen über die Auslegung der Vorschriften hatten. deshalb kam es im Sommer auf Initiative von Weisgerber und des CSU-Landtagsabgeordneten Berthold Rüth (Eschau) zu einem »Krisengipfel«.

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