Fränkische Winzer im Dreivierteltakt

Schweinfurter Tagblatt, 19. November 2007

Mit der Ernte 2007 haben die 3000 fränkischen Winzer eine „Punktlandung“ hingelegt, wie es ihr Präsident Andreas Oestemer formulierte. Dieses Ergebnis feierten die Winzer am Samstag beim dritten „Ball des Frankenweins“ in Verbindung mit der Fränkischen Weinprämierung.

Bei einer marktgerechten Erntemenge von 85 Hektoliter pro Hektar und einem Wunsch-Mostgewicht von 87 Grad Oechsle, das überwiegend Prädikatsweine verspricht, dürfe sich die Verbraucher auf frische Weine mit besonderer Frucht freuen, so Oestemer.

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Bevor 24 Jungwinzer den Ball eröffneten und die Gäste das Buffet stürmen durften, stand Weinbaupolitik auf der Tagesordnung.

In alter Talkrunde, moderiert von der ehemaligen Deutschen Weinkönigin Nicole Then und BR-Moderator Axel-Robert Müller, ging es vor allem um die neue Weinmarktordnung der EU, die von den deutschen Winzern heftig kritisiert wird. Die Europaabgeordnete Anja Weisgerber, die gegen die Vorschläge der EU-Kommission 27 Anträge im Europaparlament eingebracht hat, berichtete von erheblichen Verbesserungen. So scheine sich eine Mehrheit gegen Pläne abzuzeichnen, ab 2014 das Anpflanzen von Wein völlig freizugeben. Die Winzer befürchten, Wein werde dann auf Weizen und Rübenfeldern angebaut und die schwerer zu bewirtschafteten Steillagen verödeten.

Fortschritte sieht die Abgeordnete auch beim Schutz des Bocksbeutels, der künftig sogar als Marke geschützt sein könnte, ebenso wie bei den Etikettierung, bei denen sich Franken gegen eine „romanische Vereinheitlichung“ wehrt. Schließlich geht Anja Weisgerber davon aus, dass auch die deutsche Qualitätsweinprüfung, die geprüfte Qualität im Glas statt eines garantierten Ursprungs, erhalten bleibt.


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