Frauen-Elf für Europa

Bayernkurier

Angelika Niebler ist FU-Spitzenkandidatin – zu Guttenberg: „Bin bereit, dieser Partei zu dienen“
Fürstenfeldbruck – „Frauenpower für Europa“: Unter diesem Motto schicken die Delegierten der Frauen-Union elf Kandidatinnen in die Europawahl – an der Spitze: Die oberbayerische Europaabgeordne­te Angelika Niebler.


Mit gemischten Gefühlen waren 150 Delegierte der Frauen-Union zur außerordentlichen Landesversammlung gekommen: Die CSU-Verluste bei der Landtagswahl liegen besonders den CSU-Frauen noch im Magen. Nur mehr 19 der 92 CSU-Abgeordneten im Bayerischen Landtag sind Frauen.

„Die Frauen sind deutlich unterrepräsentiert“, sagte FU-Landeschefin Emilia Müller. Viele CSU-Landtagskandidatinnen holten ein gutes Listenergebnis. Doch die CSU konnte mit 43,4 Prozent nur mehr zwei Listenplätze gewinnen. Diese gingen prompt an zwei Frauen: An Beate Merk und an die neue Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Für großen Beifall bei den Delegierten sorgte die Rede des neuen CSU-Generalsekretärs Karl-Theodor zu Guttenberg. Der 36-Jährige warb für eine neue Art der Politik: „Wir dürfen nicht nur verkünden, sondern müssen auch erklären.“ Er selbst wolle auch „einfach nur mal der Basis zuhören und nicht alles klug kommentieren“. Zu Guttenberg versprach den CSU-Frauen, sich bald mit ihnen zu treffen und sich der Diskussion zu stellen. Abschließend sagte er: „Ich bin bereit, dieser Partei zu dienen.“

Zuversichtlich blickt die Frauen-Union auf die Europawahl im kommenden Jahr. Doch die bundesweite Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen, könnte für die CSU schwierig werden: Während andere Parteien es einfacher haben, ihre Wähler zu mobilisieren, da wie in Baden-Württemberg Kommunalwahlen stattfinden, sind in Bayern Schulferien.

Als ihre Spitzenkandidatin für die Europawahl wählten die Delegierten Angelika Niebler. Die 45-jährige Oberbayerin ist seit 1999 im Europäischen Parlament und Vorsitzende des Industrie-Ausschusses. Einstimmig fordern die CSU-Frauen, dass Niebler als Spitzenkandidatin der FU auf der CSU-Europaliste Platz zwei erhält. Auf den FU-Plätzen zwei und drei sind zwei weitere Europaabgeordnete nominiert: Umweltexpertin Anja Weisgerber aus Unterfranken und CSA-Chefin Gabriele Stauner aus Oberbayern. Das Spitzenquintett der FU komplettieren auf Platz vier Barbara Haimerl – die Oberpfälzerin ist Regierungsrätin bei der Bundesnetzagentur – und auf Platz fünf Walburga von Lerchenfeld aus München.

„Es ist ein wichtiges Signal an die Wählerinnen, dass die CSU in Europa auf starke Frauen setzt“, so Emilia Müller zur Aufstellung der FU-Europaliste. Auf den Plätzen sechs bis elf nominiert sind: Andrea Albert (Oberbayern), Barbara Fellner (Oberpfalz), Gabriele Gruber (Schwaben), Heike Maas (Oberbayern), Christine Sporrer-Dorner (Niederbayern) und Caroline Winkler (Oberbayern).

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