Hygiene-Verordnung

Bayernkurier, 9. Januar 2010

Alle bayerischen Betriebe, die nach der EU-Hygiene-Verordnung zugelassen worden sind, erhalten ein Siegel mit Urkunde. Die Auszeichnung soll helfen, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die heimischen Betriebe zu stärken, erläutern Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml und die unterfränkische CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber bei der Übergabe des Siegels an den unterfränkischen Metzger Klaus Wecklein in Werneck (Landkreis Schweinfurt).

Weisgerber gratulierte „dieser heimischen Fachmetzgerei heute exemplarisch für alle bayerischen Metzger."
Huml: „Ich freue mich, dass in Unterfranken 100 Prozent der derzeit zulassungspflichtigen Metzger die Zulassung beantragt und 87 Prozent die schon Zulassung erhalten haben.“

Die beiden Politikerinnen haben sich stets dafür eingesetzt, dass die Metzger in Bayern bei der Umsetzung der EU-Verordnung entsprechend unterstützt und beraten werden. „In Bayern hat immer die Prämisse gegolten: Wer bisher geschlachtet und dabei die geltenden Hygienevorschriften eingehalten hat, wird mit der EU-Zulassung keine Probleme haben”, so Huml.

Aber bei Lieferungen an Kindergärten, Krankenhäuser oder bei Cateringaufträgen wird immer häufiger eine EU-Zulassung als Qualitätskriterium verlangt. Weisgerber: „Die Zulassung eröffnet den Metzgern darum weitere Vermarktungsmöglichkeiten.“

Bis Ende des vergangenen Jahres mussten bestimmte fleischverarbeitende Betriebe, darunter alle selbstschlachtenden Betriebe, nach EU-Recht zugelassen sein. Wer bis dahin die Zulassung noch nicht erhalten hat, braucht dennoch nicht zu schließen. Solche Metzger müssen vorerst die Schlachtung in einem zugelassenen Betrieb vornehmen lassen, bis sie selbst die Zulassung erhalten haben.

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