JU für landkreisweite Einführung der Müllverwiegung

Windelsack zum halben Preis

Schweinfurt-Land
"Aufgrund der positiven Ergebnisse des Müllverwiegeversuchs in Schwebheim unterstützt die Junge Union (JU) Schweinfurt-Land die landkreisweite Einführung dieses Systems ab dem 1.1.2000", so Anja Weisgerber, Ansprechpartnerin des Arbeitskreises Umwelt der JU in einer Diskussion zu diesem Thema im Licht-und Luftbad.
Zugleich regte die JU Schweinfurt die Übernahme der hälftigen Gebühren des Windelsacks durch die Gemeinden an. Diese Forderung wird die Junge Union in Form eines Antrages in der nächsten Kreisausschussitzung formulieren. ?Durch den Windelsack werde zwar eine zweite Tonne und damit eine zusätzliche Grundgebühr vermieden, trotzdem sei der Windelsack pro Kilo preislich vollkommen identisch mit der Tonne?, kritisierte JU-Kreisvorsitzender Ingo Göllner.
Im Zuge einer familienfreundlichen Politik könne man durch teilweise Übernahme der Gebühr Familien mit Kindern entlasten. Der Windelsack ist ab 1. Januar 2000 im Rahmen der Müllverwiegung bei den Gemeinden zu beziehen. Er schlägt mit 3,50 DM zu Buche und fast elf Kilo.
Der stellvertretende CSU-Vorsitzender Paul Heuler begrüßte das Engagement der JU im Umweltbereich.
Monika Böhm-Weniger, Abfallberaterin des Landkreises Schweinfurt, erläuterte die Ergebnisse des Müllverwiegeversuches in Schwebheim. ?Der Rückgang des Restmülls um ca. 47 Prozent habe gezeigt, daß die Bürger durchaus bereit seien, umweltbewußt zu handeln und Müll zu vermeiden.? Dabei hätten sich die Befürchtungen von wilden Ablagerungen in der Landschaft nicht bestätigt, führte die Abfallberaterin aus.
Den Beweis für diese Behauptung trat die JU Schwebheim bereits zweimal im Zuge des ?Ramma Damma? von Antenne Bayern an. Dabei wurde die umliegende Landschaft nach Müll durchforstet und nichts Auffälliges gefunden. Eine Befragung der Bürger von Schwebheim nach Durchführung des Pilotprojektes habe gezeigt, daß 85 Prozent der Bürger mit dem neuen System zufrieden seien.
Christian Föttinger, NBS Bergrheinfeld, erläuterte die technischen und organisatorischen Abläufe des neuen Systems. Der Forderung der Bürger nach Durchschaubarkeit der Abrechnungen werde in mehrfacher Hinsicht Rechnung getragen. Zum einen werde jede Tonne mit einer persönlichen Nummer im Schloß und durch Adressaufkleber versehen, zum anderen würden die letzten 60 Entleerungen auf dem Chip der Tonne gespeichert, so daß bei eventuellen Unstimmigkeiten jederzeit eine Überprüfung möglich sei.
Zuvor besuchte die JU das Gemeinschaftskraftwerk SW (GKS) und ließ sich die Funktionsweise des Müllheizkraftwerkes erklären. Das GKS sei in der Lage, acht Tonnen Müll pro Stunde thermisch zu bearbeiten, dies entspräche ca. fünf bis sechs Fahrzeugen in der Stunde. Das GKS habe momentan ein Einzugsgebiet von einer Million Einwohner, unter anderem Schweinfurt, Aschaffenburg, Haßfurt und Bad Neustadt.

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