Lissabon hilft Leader-Landkreisen

Auszug aus Mainpost, 20. November 2007

Allianz Oberes Werntal: Anja Weisgerber referierte, wie das flache Land zu Fördergeld kommt
Licht ins Dunkel der EU-Förderpolitik versuchte die Europaabgeordnete Anja Weisgerber (CSU) bei ihrem Besuch im Niederwerrner Rathaus zu bringen und zu vermitteln: verdeutlicht am Beispiel der Allianz Oberes Werntal, deren Bürgermeister und Botschafter nebst Vertretern der IHK und des Bauernverbands anwesend waren.

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„Der Ländliche Raum in der Europäischen Union – Chancen und Fördermöglichkeiten“, nannte die EU-Parlamentarierin ihren Vortrag. Gemäß der „Lissabon-Strategie“ will die Union in den kommenden Jahren künftig verstärkt das „Land“ gegenüber den großen Metropolen fördern: immerhin über 90 Prozent des EU-Gebiets, die im Bereich Wirtschaft, Umwelt und Soziales aufgemöbelt werden sollen.

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Der größte Fonds bleibt der EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), hier kann erstmals auch der Landkreis Schweinfurt mit bis zu 50 Prozent Kofinanzierung durch Brüssel rechnen – etwa bei Maßnahmen für Tourismus, Umweltschutz, alternative Energiegewinnung oder Landschaftspflege.

Suche nach gemeinsamer Lösung
Weisgerber warnte, dass durch den EFRE nicht mehrere Regionalmanagements zugleich gefördert werden könnten: Hier kollidierten die Interessen der Allianz Oberes Werntal mit denen des übrigen Landkreises – eine gemeinsame Lösung müsste gefunden werden.

Der bis 2013 laufende und 70 Milliarden Euro schwere ELER käme als Hauptförderinstrument in ländlichen Gebieten dem Bereich Lebensqualität, Fremdenverkehr und Dorferneuerung zu Gute. Derzeit bewirbt sich der Kreis (aussichtsreich) noch als LEADER-Region, was aufbauend auf das Regionale Entwicklungskonzept weitere Fördermittel bis 2013 (für Einzel-Projekte der Gemeinden wie Allianzen) verspricht. Entschieden wird über den Zuschlag im Dezember.

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Bernhard Weiler forderte als Bezirkspräsident des Bauernverbands, künftig Bauland in Ortskernen statt am Dorfrand zu erschließen. Der gesetzliche Rahmen bei der Dorferneuerung passe nicht mehr, kritisierte Ewald Schirmer, stellvertretender Bürgermeister von Euerbach: So müssten Nutzungs- und Durchfahrtsrechte geklärt werden. Es sei auch eine Preisfrage, die Sanierungskosten im Altort wären höher als Neubauten auf der „Wiese“.

Ulfert Frey kündigte als Regionalmanager der Allianz Oberes Werntal an, im Winter mit einer baulichen Bestandsaufnahme in den Altorten zu beginnen, die in eine gemeinsame Datenbank münden soll.


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