Mehr nachwachsende Rohstoffe einsetzen

Main-Echo

CSU Arbeitskreis Umwelt plädiert für neue Wege beim Energieeinsatz
Mömbris: Einig waren sich Referenten und Besucher des vom CSU-Ortsverband Mömbris und dem Arbeitskreis Umweltschutz veranstalteten Informationsabends zum Thema Energiesparen: Es sind weit größere Anstrengungen beim Energiesparen nötig als bisher) wenn der Ausstoß klimaschädigender Gase deutlich vermindert und ein rasanter Anstieg der Ölpreise verhindert werden soll.
Eine zentrale Forderung war, aus ökologischen sowie ökonomischen Gründen die Wärmedämmung als Instrument des Energiesparens zu favorisieren und entsprechende Marktanreize zu schaffen. Einleitend verwies der Mömbriser CSU-Ortsvorsitzende Udo Grett darauf, dass etwa ein Drittel der Primärenergie für Gebäudeheizung und Warmwassergewinnung verbraucht werde und dass das Prinzip der Nachhaltigkeit stärker ins Bewusstsein gebracht werden müsse.
Neben Energiesparen sei verstärkter Einsatz von regenerativer Energie notwendig. Als Beispiele wurden Fotovoltaik, Wind- und Wasserkraft, Geothermie, Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserstofftechnologie und die Brennstoffzelle genannt. „Die Erhöhung von Öl und Gaspreis kann nur durch Energie aus dem eigenen Land gestoppt werden, sagte Udo Grett.
Als Mann aus der Praxis ging Hubert Friedrich aus Großostheim auf die Altbausanierung und die Wärmedämmung an Gebäuden ein. Mit Beispielen zeigte er auf, wie durch Außendämmung, Dämmung von Zwischendecken, Dachisolierung, Vermeidung von Kältebrücken, fachkundige Steuerung der Heizung, richtiges Lüften, Senkung der Raumtemperatur, bedarfsgerechtes Heizen, Einbau von Thermostatventilen, Vermeidung von Wärmestau an den Heizkörpern und Brennwertnutzung Energie gespart oder besser genutzt werden kann.
Breiten Raum namen die Informationen über die Heizung mit Holzpellets ein. Nach Meinung von Hubert Friedrich sind anfängliche Probleme des Lagerns und der Qualität behoben. Kritisch äußerte sich Friedrich über Solaranlagen mit einem 80-Liter-Speicher, wenn das erzeugte Warmwasser nicht verbraucht und in die Kanalisation abgeführt wird. Schichtenspeicher seien besser.
Genug Holz verfügbar
In der Diskussion sprach sich Volker Oster, Leiter der Gemeindewerke Kahl, für den verstärkten Einsatz von Holz aus. Er verwies darauf, dass in Deutschland zehn Prozent mehr Holz wachse als gebraucht werde. Es könnten etwa 30 Prozent der Gesamtheizung durch nachwachsende Rohstoffe gedeckt werden.
Der Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Michael Roßmann, plädierte dafür, Getreide als Regelbrennstoff zuzulassen. 2,5 Kilogramm Getreide ergäben als Äquivalent ein Liter Heizöl. Die Abgaswerte könnten auch bei kleineren Feuerungsanlagen, die der Selbstversorgung dienten, eingehalten werden. Im Kostenvergleich schneide Getreide viel besser ab als Öl, Gas oder elektrische Energie. Was in Thüringen gehe, müsse auch in Bayern möglich sein.
Jan Krischke (Linsengericht) verwies darauf, dass Hessen im Bundesrat beantragt habe, Getreide als Regelbrennstoff zuzulassen. Joachim Koch (Schimborn) forderte, europaweit Standards zur Energieeinsparung einzuführen.
Viele Anregungen gegeben
Der Vorsitzende des Arbeitskreises Umweltschutz, Helmut Winter, machte auf die in einigen Gemeinden praktizierte Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit dem Ziel, Fotovoltaikanlagen zu erreichten und zu betreiben, aufmerksam. Die Erlöse aus dem Strom-Einspeisegesetz führten zu einer akzeptablen Verzinsung der privaten Geldeinlagen. Als Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion stellte Winter Anregungen der CSU für den Einsatz erneuerbarer Energien und Energie-Einsparung dar.
Fazit der Veranstaltung war, in der Öffentlichkeit verstärkt für Wärmedämmung und energetische Altbausanierung zu werden, weil so die größten Einspareffekte zu erzielen sind, der ökologische und ökonomische Nutzen am Höchsten ist und der Mittelstand als wirtschaftlicher Faktor und Arbeitgeber gestärkt wird. Unterstützen will der Arbeitskreis auch die Bemühungen der Landwirtschaft, Anlagen für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu schaffen.

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