Mehr Pfeffer für Frauen

www.infranken.de, 10. März 2013

Über den schwarzen Kleidern der so genannten Mentees - der politisch interessierten Frauen - leuchteten glänzend rote Schärpen. In goldener Schrift verkündeten sie das Motto des Abends: Frauenpower.

Wer waren die Frauen mit den roten Schärpen? Wer unterhielt sich da lächelnd mit den Gästen dieses Abends und versuchte dabei, die überlaute Musik zu übertönen, um verstanden zu werden? Das waren die Mentees des Mentoringprogramms der Frauen-Union Unterfranken. Sie waren so etwas wie die Schülerinnen ihrer Mentorinnen, obwohl der Begriff "Schülerin" bei der Erklärung von Mentees tunlichst vermieden wird. Bei diesem Programm sollen politisch interessierte Frauen von weiblichen Profis aus der Politik an die Hand genommen werden, damit die Neueinsteigerinnen ganz authentisch mehr von diesem Gebiet erfahren können.

Lernen, wie Politik funktioniert

Eine der Mentees war Sandra Ehmer. Sie nahm am dritten Durchlauf des Mentoringprogramms teil. Sie ist Mitglied des Frauen-Union des Kreisvorstandes Kitzingen und Schriftführerin im CSU-Ortsverband Dettelbach. Zurzeit studiert sie Gymnasiallehramt in Würzburg. In der Tat könnte sie sich eine politische Karriere auf Regionalebene vorstellen.

Eine Freundin hatte ihr das Programm der Frauen-Union Unterfranken empfohlen. Während der unterschiedlichen Veranstaltungen konnte die junge Frau eine Unmenge an Eindrücken sammeln. Da waren etwa die Bezirksversammlung der Frauen-Union Unterfranken in Bad Kissingen oder Rhetorikunterricht in Ochsenfurt. In Aschaffenburg besuchten die Mentees das Landratsamt und sprachen dort mit dem Landrat und den stellvertretenden Landrätinnen.

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Die Studentin Sandra Ehmer war am meisten von dem Besuch in einem Frauenhaus in Schweinfurt beeindruckt. Insgesamt ist sie von dem Mentoringprogramm begeistert: "Frauen werden hier ermutigt, in die Männerdomäne Politik einzusteigen."

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Ehrengast Michael Glos konnte sich über einen Sitzplatz freuen - und über das Ergebnis dieses Projekts. Er findet es wichtig, dass mehr Frauen Zugang in die Politik finden. "Frauen haben einen anderen Führungsstil", weiß er, schließlich hat er während seines Wirkens in der Politik viele starke Frauen kennen gelernt. Als Wirtschaftsminister arbeitete er einst direkt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.

Ein weiterer Ehrengast war Dr. Otto Hühnerkopf, der ebenfalls über die Stärken von Frauen sprach und die Unterstützung von politischen Neueinsteigerinnen für wichtig hält. "Wir haben viele Frauen, die an Politik interessiert sind", meint er. "Es wäre schade, wenn wir das nicht nutzen."

"Gäbe es dieses Programm noch nicht, dann müsste es noch erfunden werden", fand Dr. Anja Weisgerber. Die Europaabgeordnete führte durch den Abend. Sie erinnerte sich: Als sie selbst voll in die Politik eingestiegen war, gab es dieses Programm noch nicht. Dennoch hatte sie Mentoren: Es war unter anderem der ehemalige Wirtschaftsminister Michael Glos, der Anja Weisgerber zu Beginn ihrer Politkarriere unter die Arme griff.
Jetzt sollen Frauen ganz selbstverständlich Förderung erhalten, denn sie seien in Politik und Wirtschaft noch immer unterrepräsentiert. "Frauen sollen den Mut haben, in der Politik Verantwortung zu übernehmen", fand Weisgerber. Dennoch stellte sie klar, dass die Herren der Schöpfung nichtsdestotrotz in der Politik weiter wirken müssen: "Die Mischung macht's - wir brauchen Männer und Frauen."

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