Ökologischer See mit Vorbildcharakter

Fränkischer Tag, 19. April 2008

Ortsbegehung. Die Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber und das Bundestagsmitglied Karl-Theodor zu Guttenberg stellen dem Ochsenanger bei Ebing ein gutes Zeugnis aus. 1700 Hektar Wasserfläche wollen sinnvoll genutzt werden.

Maria Löffler Ebing. Als vorbildlich und beispielhaft bezeichnete der Bundestagsabgeordnete Karl-Theodor zu Guttenberg den Ochsenanger bei Ebing. Dieser wurde anlässlich des Leader-II-Gebietes „MoSaiK“ als ökologischer See neu gestaltet. Im Rahmen des EU-Life-Projekts „Artenreiches Obermaintal im Flussparadies Franken“ fanden sich auch die Abgeordnete des Europaparlaments, Anja Weisgerber, Landrat und Bezirkstagspräsident Günther Denzler und Bernhard Struck vom Fachbereich Umweltschutz des Landratsamtes Bamberg zu einem Ortstermin ein. Guttenberg betonte ausdrücklich die positive Zusammenarbeit mit dem Europaparlament und bezeichnete Brüssel als ein Scharnier für Aufgaben und Wünsche, das man aktiv nutzen könne. Anhand der europäischen Förderkulisse ließe sich eine positive Einflussnahme verwirklichen.
Auf die Kosten, die mit etwa 3,4 Millionen Euro veranschlagt wurden, wies Landrat Denzler hin. Diese seien nötig, um das EU-Life-Projekt von der Landkreisgrenze Haßberge bis zur Landkreisgrenze Lichtenfels fortzuführen. Dabei werde mit einer EU-Förderung von rund 50 Prozent gerechnet. „Wir haben 1700 Hektar Wasserfläche in der Region, die wir vernünftig nutzen wollen“, so Denzler. Er stellte das friedliche Miteinander von Anglern, Kanufahrern und Kieswerken heraus. Auch eine verantwortungsvolle Tourismusnutzung sprach er an. Konkret müsse zwar noch einiges erarbeitet werden, dabei solle aber auf jeden Fall die Artenvielfalt erhalten bleiben.
Dass eine Antragstellung auf jeden Fall positiv aufgenommen werde, unterstrich Anja Weisgerber. Als Mitglied des Umweltausschusses im Europa-Parlament zeigte sie sich begeistert vom Vorbildcharakter des Projekts: „Es muss unser Ziel sein, den Artenschutz lebbar zu machen und den Menschen die Natur wieder näher zu bringen.“
Bernhard Struck sprach den Charakter des Sees als Naturruhezone an. Es sei nötig, Flachwasserzonen und Inseln zu schaffen, die Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten böten. „Nur wenn wir naturnah gestalten, ist auch eine Begegnung mit der Natur möglich.“

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