Pläne der EU und die Sicherheit der Nahrung

Auszüge aus Mainpost, 4. Januar 2008

Anja Weisgerber und Walter Heidl über Probleme der Landwirtschaft mit Europa

„Ist unsere Nahrungsmittelversorgung durch EU-Pläne im Bereich Pflanzenschutz, Umwelt und Tierhaltung gefährdet?“, lautete die Frage bei der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft in Herlheim. Als Referenten begrüßte der Vorsitzende Hermann Ruß Anja Weisgerber, Mitglied des Europäischen Parlamentes, und Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Bezirksverband Niederbayern.

Zu Beginn ihres Vortrages erklärte Anja Weisgerber, etwas provokant: „Nein, die Nahrungsmittelversorgung ist nicht gefährdet.“ In ihren weiteren Ausführungen führte sie das Ziel der EU vor Augen, zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu werden. Der EU sei aber bewusst, dass 90 Prozent ihrer Fläche ländlicher Raum sind, in Bayern 87.

Verbesserung bringe, so Weisgerber, die aufgehobene Zwangsstilllegung, die höchstwahrscheinlich über 2008 der Vergangenheit angehört. Beim Einsatz von Pflanzenschutzmittel sei zu beachten, dass nach wie vor Erkrankungen durch den Pflanzenschutzmitteleinsatz hervorgerufen werden.

Weisgerber betonte ausdrücklich, dass dies nicht für Deutschland zutreffe. In Deutschland werde zudem der Einsatz von Wirkstoffen ausreichend erforscht.

Im Bereich Pflanzenschutzmittel laufen zur Zeit zwei Gesetzgebungsakte:

- die Richtlinie zum Pflanzenschutzmitteleinsatz

- die Verordnung zur Zulassung von Pflanzenschutzmittel.

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Als Prämisse, so Weisgerber, müsse gelten: „Wir brauchen genügend unterschiedliche Pflanzenschutzmittel, um unsere Nahrungsmittelversorgung zu sichern“. Walter Heidl, im Bayerischen Bauernverband als Präsident auch Vorsitzender der Arbeitsgruppe Umwelt und wohnhaft in Dingolfing/Landau, wo er einen Veredlungsbetrieb bewirtschaftet, machte deutlich, dass für ihn Ernährungssicherheit dann gegeben, wenn durch die neuen Verordnungen und Richtlinien nicht nur Verbote und Beschränkungen ausgesprochen werden.

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