Prävention als europaweite Herausforderung

Pressemitteilung

Schnappauf: Europa soll gesündeste Region werden
"Gesundheitsschutz darf nicht von anderen Politikfeldern konterkariert werden"
+++ Europa soll nicht nur innovativste Wirtschaftsregion der Welt, sondern auch der gesündeste Lebensraum der Welt werden. Dafür sprach sich Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf heute anlässlich seiner Unterredung mit dem neuen EU-Kommissar für Verbraucher- und Gesundheitsschutz Markos Kyprianou und anlässlich der ersten "Brüsseler Gespräche" zur Gesundheit in der Bayerischen Vertretung aus. Schnappauf: "Mehr Prävention ist europaweit die zentrale gesundheitspolitische Herausforderung in den nächsten Jahren. Das muss in vielen Bereichen berücksichtigt werden." So gelte es beispielsweise, eine einheitliche, allgemein verständliche Kennzeichnung der Nährwerte auf den Lebensmittelverpackungen einzuführen: "Das kommt dem Gesundheitsschutz zugute. Denn Menschen müssen erkennen können, wie bestimmte Lebensmittel ihr Körpergewicht beeinflussen." Die EU-weit beängstigende Zunahme von Übergewicht zwingt zum Handeln. Sonst droht, dass in 40 Jahren jeder zweite Erwachsene in Europa an Fettleibigkeit leidet. Dramatisch steigende Gesundheitskosten und eine sinkende Lebenserwartung wären die vermeidbaren Folgen.
Als weitere zentrale Forderung sieht Schnappauf: "Anstrengungen im Gesundheitsschutz dürfen nicht von anderen Politikfeldern wieder konterkariert werden. So muss Schluss sein mit der Förderung des Tabakanbaus in den Mitgliedstaaten, sonst ist das Geld für Nichtrauchen-Kampagnen schier beim Fenster hinausgeworfen." Im Rahmen der "Brüsseler Gespräche" stellt Schnappauf den Bayerischen Weg für mehr Prävention vor. Mit der neuen Gesundheitsvorsorgeinitiative Gesund.Leben.Bayern. setzt Bayern neue Schwerpunkte in der Prävention von Übergewicht, in der Förderung der Nichtrauchens und des verantwortlicheren Umgangs mit Alkohol und in der betrieblichen Gesundheitsförderung. "Wir wollen den Menschen in Bayern in Kindergärten, Schulen, Betrieben und Kantinen einen gesundheitsbewussteren Lebensstil nahe bringen", ergänzte der Minister. Darüber hinaus hat Bayern mit einer gemeinsamen Erklärung der Beteiligten im Gesundheitswesen den gesellschaftlichen Bewusstseinswandel für "mehr Vorsorge statt Reparatur" gestärkt; dieser Prozess wird fortgesetzt.
Jeder 5. EU-Bürger stirbt heute vorzeitig an vermeidbaren Krankheiten. Die Ursachen sind insbesondere Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Unfälle. Schon 15 bis 20 Prozent der europäischen Bevölkerung, also 40 Millionen Menschen, davon 6 Millionen Kinder sind von Fettleibigkeit betroffen. Als direkte Folge von Fettleibigkeit sterben jedes Jahr 3 Millionen Menschen in Europa.

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