Solare Wärme auch in Deutschland im Aufwärtstrend

www.oekonews.de,

Erster deutscher Bundeskongress für Solare Wärme in Fürth
Die Zahlen für die „Wärme von der Sonne“ sehen auch in Deutschland gut aus: Bis Ende September 2005 wurden 100.362 Förderanträge gestellt, doppelt so viele wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Deutschland ist bei der Solarthermie in Europa mit 47 Prozent Marktanteil führend. Weltweit sind derzeit vier Solarthermische Kraftwerke im Bau: in Australien, Italien, Spanien und USA. Weitere Kraftwerke sollen in Ägypten, Algerien, Israel, Iran, Indien, Marokko und Mexiko folgen. Doch trotz dieser Aktivitäten richtete sich das Augenmerk der deutschen Öffentlichkeit in den letzten Jahren mehr auf die explodierende Photovoltaik-Branche als auf die Solare Wärme. Dies soll sich nun ändern. Am 11.November 2005 traf sich die Branche in der Stadthalle Fürth zum „1. Bundeskongress für Solare Wärme“. Ziel des Kongresses: durch die Vermittlung von aktuellem Fachwissen den Ausbau der Solarthermie voranzutreiben.

Rund 200 Teilnehmer kamen nach Fürth. Der „1. Bundeskongress für Solare Wärme“ zeigte Märkte, Potenziale und Rahmenparameter für die Solarthermie auf. Entscheidend dabei ist die verstärkte Betonung der Wirtschaftlichkeit, etwa durch attraktive Markterschließungskonzepte, durch innovative Produkte und Systeme oder durch neue gesetzliche Vorgaben. Schirmherr des Kongresses war Werner Schnappauf, Bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Hochkarätige Referenten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), der Unternehmensvereinigung SolarWirtschaft e. V. (UVS), der Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues (DEGEWO) sowie des Fachverbands Sanitär-, Heizung-, Klimatechnik Bayern vermittelten umfassendes Wissen rund um den Markt der Solarthermie.

Für die Solare Wärme als ein wichtiges Standbein einer nachhaltigen Energieversorgung plädierte Rainer Hinrichs-Rahlwes, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Über die neuesten Entwicklungen der Förderung und Finanzierung der Solaren Wärme auf Bundesebene informierte Christoph Stein, ebenfalls vom BMU.

Kann die Solarthermie auch ohne die Energieeinsparverordnung erfolgreich sein? Dieser Frage ging Prof. Dr. M. Norbert Fisch vom Institut für Gebäude- und Solartechnik der Technischen Universität Braunschweig in seinem Vortrag nach. Carsten König von der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e. V. (UVS) informierte über die laufende Gesetzesinitiative für eine solare Nutzungspflicht.

Abschließend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Solare Wärme – Stiefkind der Nation?“ mit Vertretern aus Politik, Industrie und Verbandswesen wie Dr. Anja Weisgerber, Mitglied des europäischen Parlaments und Dirk Haußels, Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e. V. statt.

Auf der begleitenden Fachausstellung konnten sich die Teilnehmer direkt bei Herstellern, Verbänden und Dienstleistern der Solarthermie-Branche informieren. Weitere Informationen unter www.solare-waerme.net.

27.-31.01.2020
Sitzungswoche im Deutschen Bundestag in Berlin
31.01.2020
Klimaveranstaltung in Köln
01.02.2020 | Tante Suzie, Schweinfurt
Lounge in the City - Frauen-Union
02.02.2020
Klausurtagung der JU Unterfranken in Hausen
03.02.2020
Betriebsbesuch der Firma Steelpaint in Kitzingen

Politik in Bildern