Spargel aus Franken

Bayernkurier, Ausgabe 17, 27. April 2013

Pünktlich zur Spargelsaison gibt es gute Nachrichten aus Brüssel: Der „Fränkische Spargel“, „Spargel aus Franken“ oder „Franken-Spargel“ ist nun als geografisch geschützte Angabe (g.g.A.) europaweit geschützt. Nur Spargel, der in Franken angebaut und geerntet wurde, darf damit so bezeichnet werden. „Wo Franken drauf steht, muss auch Franken drin sein“, kommentiert die CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber (Bild) die Entscheidung der EU-Kommission. „Damit wird der Irreführung der Verbraucher ein für alle Mal ein Riegel vorgeschoben“, so die unterfränkische Europapolitikerin. Billigspargel, der aus anderen Regionen oder Ländern nach Franken gebracht und weiterverarbeitet wird, darf sich fortan nicht mehr fränkischer Spargel nennen. Der Spargel wurde erstmals im 17. Jahrhundert von einem weit reisenden Schneider nach Franken gebracht. Ein Nachweis für den traditionellen Anbau in Franken ist bereits von historischen Quellen aus dem Jahr 1702 überliefert. Der Schutz bezieht sich nun auf das geografische Gebiet Franken und umfasst damit alle Spargel­anbaugebiete in Unter-, Mittel- und Oberfranken. Mit der Eintragung in die Liste zum Schutz geografischer Angaben und Ursprungsbezeichnungen ist der Fränkische Spargel neben den Nürnberger Rostbratwürsten oder dem Bayerischen Bier nun eines der 26 europaweit geschützten Qualitätserzeugnissen aus Bayern.die so gut schmeckt." Auch die Fränkische Spargelkönigin Theresa Sterk ist sich sicher: "Der frische Spargel schmeckt nach Frühling."

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