»Traum wurde Realität für 493 Millionen Europäer«

Main Echo, 6. Oktober 2008

CSU-Haxenessen: Abgeordnete Dr. Anja Weisgerber referiert auf dem Hofgut Schabernack in Schöllkrippen

Schöllkrippen. Die CSU sieht in der Deutschen Wiedervereinigung einen »Meilenstein im europäischen Einigungsprozess«.

Mehr als 200 Gäste, so heißt es in einer Mitteilung des Ortsverbandes, hieß Schöllkrippens CSU-Vorsitzender Dr. Marco Schmitt am Tag der Deutschen Einheit beim traditionellen Haxenessen auf dem Hofgut Schabernack willkommen.

Rednerin war die unterfränkische Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber. Sie betonte, dass mit der deutschen Wiedervereinigung die friedliche Einigung Europas eingeleitet worden sei. Die feste Integration Deutschlands in der Europäischen Union und der westlichen Welt habe entscheidend dazu beigetragen, dass die Alliierten der Wiedervereinigung zugestimmt hätten. Der friedliche Zusammenschluss europäischer Staaten sei lange nur eine Vision von Philosophen und Staatsmännern gewesen. Dieser Traum sei inzwischen Realität für 493 Millionen Europäer. Mit der EU-Osterweiterung sei die Trennung Europas endgültig überwunden worden. Europa habe sich von einer wirtschaftlichen Zweckgemeinschaft zu einer Union der Menschen entwickelt. Die EU wolle zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu werden. Hierbei setze die EU nicht nur auf die Stärkung von Metropolregionen, sondern engagiere sich auch für den ländlichen Raum, der 90 Prozent der EU-Fläche darstelle und 60 Prozent der europäischen Bevölkerung beheimate.

So forciere beispielsweise die Europäische Union die Ausweitung der DSL-Anschlüsse im ländlichen Raum, da ein schneller Internetzugang ein absoluter Wettbewerbsvorteil sei. In der zurückliegenden Woche habe das Europäische Parlament einen Bericht verabschiedet, durch den der EU-Telekommunikationsmarkt modernisiert und der Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen vorangetrieben werden soll, sagt die Abgeordnete.

Thema war auch das Ergebnis der Landtagswahlen und der bevorstehende Wechsel an der Spitze von Partei und Regierung. Die Bürger hätten die CSU nicht abgewählt, sondern abgemahnt, meint Ortsvorsitzender Dr. Marco Schmitt. Die Menschen hätten keinen Regierungs-, sondern einen Politikwechsel gewollt: den Wechsel zurück zu einer Politik, die dem Motto der CSU »näher am Menschen« wieder gerecht werde.

CSU-Kreisvorsitzender Peter Winter erklärte, dass die CSU in der zurückliegenden Wahlperiode die Bürger bei zahlreichen Entscheidungen »nicht ausreichend« einbezogen habe. Er warb für einen Neuanfang mit Horst Seehofer als Parteivorsitzenden und Thomas Goppel als Ministerpräsident.

»Zahlreiche Bürgermeister, Altbürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte, aber auch viele junge Familien mit Kindern waren gekommen«, heißt es im Pressebericht der CSU Schöllkrippen. . Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Herbert Neff.

Am Nachmittag sorgten die CSU-Frauen für selbstgebackene Torten und Kuchen. Das Schlusswort hatte traditionell Bundestagsabgeordneter Norbert Geis, der als Abgeordneter im Deutschen Bundestag die Wiedervereinigung vor 19 Jahren miterlebt hat und an die friedliche Revolution von 1989 erinnerte. red

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