Von roten Laternen und blauen Briefen

Pressemitteilung

EU-Kandidaten Opel und Weisgerber vor den CSU-OV Lengfeld/Versbach/Lindleinsmühle

Milchüberproduktion, Butterberge, Gentechnik. Auf humorvolle Art und Weise wurde bei einer Vorstellung der unterfränkischen EU-Parlamentskandidaten Dr. Anja Weisgerber und Carolin Opel vor den CSU-Ortsverbänden Lengfeld, Versbach und Lindleinsmühle im Gasthof Mühlenhof-Daxbaude das Thema Europa aufgegriffen. "Was macht man mit der Butter, was macht man mit dem Fett? Zwei Kilo Knoblauch rein und stinken um die Wett!", empfahlt Schwarze-Elf-Büttenredner Ludwig Paul (Schweinfurt) Weisgerber und Opel um als möglicherweise bald angehende EU-Parlamentarier der landwirtschaftlichen Überproduktion Herr zu werden. Backe man damit dann einen Kuchen, blieben auch unerwünschte Gäste nicht lang. Vorstellbar wäre, so der berufsmäßige Abfallberater Paul, auch ein Copyright auf Gene, was zu einer "Kuh mit Obstlereuter, Sau mit 14 Knöchli und Preußen mit Verstand" führe. Schwarze Elf-Nachwuchstalent Fabian Wahler berichtete von seinem Leben als Casanova.

"Rote Laterne und blauer Brief sind leider die Markenzeichen der deutschen Europapolitik geworden", ging die unterfränkische EU-Spitzenkandidatin Dr. Anja Weisgerber (28) mit den ihrer Ansicht nach "rot-grünen Fehlleistungen" bezüglich Wirtschaft und Währungspakt vor rund 50 anwesenden Bürgern hart ins Gericht. Die in Würzburg promovierte Juristin Weisgerber stellte aber auch die Chancen durch die EU dar – am Beispiel des gerade hier populären Bocksbeutels. Dieser werde durch eine Entscheidung des EuGH besonders geschützt. Wie Lokalmatador Carolin Opel (24) auf Listenplatz 19 und Jurastudentin vor dem zweiten Staatsexamen kennt sich die auf dem sicheren Listenplatz 4 stehende Rechtsanwältin mit Gesetzen aus. 60 % der deutschen Gesetze hätten bereits ihren Ursprung in Brüssel. "Es gibt Bereiche, da brauchen wir nicht mehr, sondern weniger EU", berichtete Weisgerber zum Entsetzen der Anwesenden aber von Plänen der EU alle zehn Jahre den Führerschein neu beantragen lassen zu müssen (für ältere Bürger sogar alle drei Jahre). Damit "solcher Irrsinn" nicht verwirklicht werden könne, brauche es eine starke CSU-Gruppe im EU-Parlament hieß es. Auch damit die Türkei nur eine privilegierte statt Vollmitgliedschaft bekommt, damit die Währungsstabilitätsregeln wieder eingehalten werden und Deutschland nicht noch mehr in die gemeinsame EU-Kasse einzahlen muss.

Chancen für den Würzburger Mittelstand sah sie am Beispiel des Unternehmens Mero (Hi-Tech am Bau) in der EU-Osterweiterung, die Bayern in die Mitte Europas rücke.

"Ich bin für ein Europa, das seine christlichen Wurzeln erkannt", nahm sie auch die religiösen Überzeugungen der Bürger der Domstadt Würzburg ernst. Die EU-Verfassung brauche einen Gottesbezug.

CSU-Kreisvorsitzender Jörg Noell lobte die unterfränkische Spitzenkandidatin Weisgerber: "Sie ist die richtige Frau, die unserer Ursula Schleicher nachfolgt!" Getrübt wurde die Stimmung des Abends aber durch die Sorge um die Wahlbeteiligung. Von 99 deutschen EU-Abgeordneten stellt die CSU zehn. Damit das so bleibe müsse die CSU bundesweit 10 % aller Stimmen holen, nur hohe Prozente innerhalb Bayerns reichen nicht, erklärte die ehemals für den TC-Würzburg als bayerische Meisterin spielende Weisgerber. "Bei keiner anderen Wahl ist die Wahlbeteiligung so wichtig wie bei der Europawahl!"

23. - 27.11.2020
Sitzungswoche des Deutschen Bundestages in Berlin
27.11.2020
Videokonferenz FU Landesvorstand Bayern

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