Wasserstoff - Der Kraftstoff der Zukunft

Unterfrankenkurier

AK Umwelt der JU Bayern im Gespräch mit BMW

Der Arbeitskreis Umwelt der JU Bayern informierte sich am 16. Juni 2000, bei BMW, über den Entwicklungsstand des Wasserstoffantriebs für Automobile. Wasserstoff ist der Kraftstoff der Zukunft. In einem unendlichen Kreislauf wird er aus Wasser gewonnen und er verbrennt schadstofffrei einfach zu Wasserdampf. Mit Hilfe von regenerativen Energien erzeugt, ist er der sauberste Kraftstoff überhaupt, denn bei seinem Einsatz wird kein Kohlendioxid freigesetzt. Wasserstoff trägt somit weder zur Erwärmung der Atmosphäre (Treibhauseffekt) bei, noch ist der endlich.
BMW hat den Wasserstoffantrieb bis zur Serienreife entwickelt. BMW ging auch bereits mit einer kleinen7er-Reihe, die mit Wasserstoff betrieben wird, in Serie. Ein deutscher Konzern investiert in eine Zukunftstechnologie. Ab 2001 soll der BMW 750hl in der Preisliste BMWs enthalten sein. Die Wasserstoffautos werden mit herkömmlicher Verbrennungsmotoren betrieben. Dadurch ist es möglich, daß jederzeit wieder auf den Benzinbetrieb umgeschaltet wird. Dies bringt enorme Vorteile, solange noch kein flächendeckendes Tankstellennetz realisiert ist. Frau Dr. Wolf, Abteilung Verkehr und Umwelt der BMW Group, stellte nach der Führung des Arbeitskreises durch die Ausstellung "Clean Energy - So fahren wir in die Zukunft" Projekte vor, an denen zur Zeit gearbeitet wird, um dem Wasserstoffantrieb zum Durchbruch zu verhelfen. BMW könne die Umsetzungsphase einer Wasserstoffwirtschaft jedoch nicht alleine einleiten. Nur eine Allianz von starken Interessenpartnern könne durch Bündelung ihrer Kräfte den Marktdurchbruch bewirken. Deshalb haben sich die Automobilkonzerne BMW,
Daimler-Crysler, MAN, Volkswagen und Opel mit RWE, Aral, Shell und dem Bundesverkehrsministerium in der Initiative, die "Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie" (VES), zusammengeschlossen. Eines der Szenarien strebt an, innerhalb zehn 10 Jahren 15% des Kraftstoffes durch Wasserstoff zu ersetzen.
Allerdings sind zur Etablierung der Wasserstofftechnik nicht nur technische, sondern auch politische Entscheidungen notwendig. Zulassungsverfahren sind zu standardisieren. Regelwerke, die den Einsatz von Wasserstoff erschweren, sind zu hinterfragen. Zudem müßte die Ökosteuer für die Förderung solcher schadstoffarmen Energieformen eingesetzt werden, so die AK-Leiterin Anja Weisgerber. 1% der Ökosteuer würde ausreichen, um 100 Wasserstofftankstellen zu bauen.
Die Veranstaltung hat gezeigt, daß Wasserstoff der Kraftstoff der Zukunft sein wird. Jetzt gilt es, die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Antriebsenergie Wasserstoff zu etablieren und der deutschen Industrie im weltweiten Wettbewerb einen Vorsprung zu verschaffen

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