Weniger Plastikmüll – mehr Recycling

Presse, 11. April 2019

Rund 140 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmt in unseren Meeren. Die Fläche entspricht ungefähr der Größe Mitteleuropas. „Es ist deshalb richtig, dass Europa etwas gegen die Vermüllung unseres Planeten tut. Das Europäische Parlament hat Maßnahmen beschlossen um Plastikmüll zu verringern: Einweg-Besteck und Einweg-Teller, Strohhalme, Wattestäbchen, Getränkerührstäbchen und Stäbe für Luftballons aus Plastik werden ab 2021 verboten. Weil es umweltfreundlichere Alternativen gibt, sind diese und viele andere Einwegartikel aus Kunststoff heute überflüssig“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber. Plastikbecher und Lebensmittelverpackungen, die Kunststoffe enthalten, müssen bis 2026 spürbar reduziert werden.

Kunststoffflaschen müssen künftig gesammelt und recycelt werden. PET-Flaschen müssen ab 2025 einen Mindest-Recyclinganteil von 25 Prozent aufweisen, ab 2030 gilt ein Anteil von 30 Prozent für alle Kunststoffflaschen, denn Kunststoffabfälle sind eine wertvolle Ressource. „Es ist also nicht nur gut für die Umwelt, Wegwerfplastik durch innovative Alternativen und wiederverwendbare Produkte zu ersetzen, sondern ist auch eine wirtschaftliche Chance“, so Weisgerber weiter.  Derzeit gehen rund 95 Prozent des Wertes von Plastikverpackungen verloren, dies entspricht 105 Milliarden Euro pro Jahr. „Deshalb müssen die Recyclingqualität und die Wirtschaftlichkeit von Plastik verbessert werden.“ Ein Flugverbot für Luftballons wird es dagegen nicht geben. Sie haben an den vielen tausend Tonnen Plastikmüll nur einen verschwindend geringen Anteil und deshalb wollten die Europaabgeordneten den Menschen, insbesondere den Kindern, den Spaß an Luftballons nicht verbieten.

„Aber auch auf nationaler Ebene gehen wir das Thema an. Das neue Verpackungsgesetz stärkt unsere Kreislaufwirtschaft weiter. Damit mehr wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden, wurden die Recyclingquoten erhöht, und durch Lizenzentgelte, die nach der Recyclingfähigkeit der Verpackungen gestaffelt werden, erhalten die Hersteller Anreize, möglichst recyclingfähige Materialien zu verwenden. Damit sind wir auf einem guten Weg hin zu weniger Plastikmüll und mehr Recycling“, so Weisgerber abschließend.

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