Wo der Milan der Hawk Site Gute Nacht sagt

MainPost, 24. September 2014

Frühnebel hängt über dem heideähnlichen Brachland des einstigen Truppenübungsplatzes Brönnhof. Einsame Feldwege führen zwischen Baumgruppen, Anhöhen und grauem Dunst hindurch, scheinbar ins Nirgendwo. Meist sind die Pisten geschottert oder mit Betonplatten befestigt, selten asphaltiert. Vereinzelt irren Autos umher auf der Suche nach dem Treffpunkt für den Ortstermin mit Vertretern der Nachbargemeinden, des Naturschutzes und des Bundesforstbetriebs Reußenberg.

Es ist Tag 1 nach der offiziellen Verabschiedung der US Army aus ihrem Standort Schweinfurt. Die Symbolik passt: Orientierung und Durchblick tut Not auf dem rund 2600 Hektar großen Militärgelände, einst das drittgrößte seiner Art in Europa. Die Besucher sammeln sich schließlich vor einem umzäunten Areal mit Erdbunkern.

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Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth ist dabei, ebenso Amtskollegin Birgit Göbhardt aus Üchtelhausen, Tobias Blesch als Konversionsbeauftragter des Landkreises und die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber. Schon Ende November könnten Teilstrecken der Heeresstraße in Gemeindebesitz übergehen. „Wir werden sie nicht nehmen, wenn wir sie nicht vorher beproben dürfen“, stellen die Bürgermeister klar, mit Verweis auf etwaige Altlasten. Bis Jahresende entscheidet dann der Haushaltsausschuss des Bundestages, ob die Liegenschaften Teil des Nationalen Naturerbes werden.

„Mir ist es wichtig, alle vor Ort mit einzubeziehen“, sagt Anja Weisgerber mit Blick etwa auf Forstwirtschaft oder Freizeitnutzung. Die Karte, die Revierleiter Christoph Spiekermann dabei hat, zeigt einen Fleckerlteppich. Neben dem eigentlichen „Bundesgebiet“ und Gemeindeflächen gibt es auf dem alten Wehrmachtsgelände noch die „Ganerbenschaft“ (mit Hospitalstiftung und Waldschutzgemeinschaft als Beteiligten) und den „Münsterwald“, in beiden Fällen sind die Rechtsverhältnisse kompliziert. Außerdem jede Menge zu bereinigende Splitterflächen.

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„Wir sind noch völlig am Anfang“, sagt Weisgerber und verweist auf das Vorbild der derzeitigen Hausherrin: In Angela Merkels Heimatwahlkreis Rügen ist ebenfalls ein Naturerbe eingerichtet worden mit hohen ökologischen Schutzauflagen. Ein Dittelbrunner Gemeinderat nennt das Landschaftsschutzgebiet Mainleite seit 1956 als Negativbeispiel: „Man darf nicht einfach die Natur walten lassen.“ Die Parlamentarierin signalisiert Entgegenkommen: „Ich möchte keine neue Nationalpark-Diskussion im Norden Schweinfurts.“

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