Ankündigung: Dr. Anja Weisgerber (CSU) zu Gast auf dem 1. Bundeskongress für Solare Wärme in Fürth

Schweinfurt. Die Europaabgeordnete und umweltpolitische Sprecherin der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament Dr. Anja Weisgerber wird am Freitag, 11. November, auf dem 1. Bundeskongress für Solare Wärme (BKSW) in Fürth zu Gast sein. Dort wird vor allem darüber diskutiert werden, welcher Rahmenbedingungen es bedarf, um die Nutzung Solarer Wärme konsequent auszuweiten.

Angesichts schwindender Ressourcen, stark steigender Energiepreise und umweltpolitischer Herausforderungen im Bereich des Emissionsschutzes muss verstärkt überlegt werden, in welchem Maße sich Bedeutung und Gewicht der einzelnen Energieträger im Energiemarkt zu ändern haben. Vor allem muss der Anteil erneuerbaren Energien am Energieverbrauch ausgebaut werden. Dies garantiert nicht nur eine ökologisch verträgliche Politik, sondern generiert auch eine höhere Unabhängigkeit von den fossilen Energieträgern. Eine angemessene und überlegte Forschungsförderung für die gesamte Breite der Energienachfrage - Wärme, Treibstoffe und Strom – ist Garant dafür, das enorme Potenzial der heimischen erneuerbaren Energien zu erschließen.
Die Chancen für eine deutliche Ausweitung der Nutzung regenerativer Energien stehen so gut wie nie. Vor allem weil das Bewusstsein in der Bevölkerung hierfür wächst. Der Anstieg des Ölpreises auf zeitweise über 70$ pro Barrel ist leider nicht das Ende der Fahnenstange. Weitere Steigerungen werden folgen. Die Überflutungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Rumänien und anderen Ländern, die Waldbrände in Spanien und Portugal und die Wirbelstürme im Golf von Mexiko sind nach überwiegender Meinung der Experten Ausdruck des Klimawandels. Solche extremen Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren definitiv zugenommen. Dieser Lage ist es geschuldet, dass allerorts über erneuerbare Energien geredet wird.
Erstaunlich dabei ist, dass ein wichtiger anderer Bereich, der Wärmebereich, fast völlig aus der Diskussion ausgeblendet wird. Unternehmen, Verbände und Politik sind daher angehalten, den Bürgerinnen und Bürgern verständlich zu machen, dass man mit Windkraft und Solarenergie, mit Bioenergie und Wasserkraft allein die Strom- und Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte nicht sicherstellen kann. Auch die Bereiche Solare Wärme und Solare Kühlung verdienen stärkere Beachtung. Die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt ist deswegen eine der großen energiepolitischen Herausforderungen in Europa.
Daher verdienen Forderungen des Europäischen Parlaments sehr viel mehr Beachtung, als dies bisher der Fall ist. Die Parlamentarier haben im September den Turmes-Bericht verabschiedet, der ehrgeizige Zielwerte für den Einsatz erneuerbarer Energien einfordert. Die EVP-ED-Fraktion (Europäische Volkspartei und Europäische Demokraten) hat sich im Rahmen der Verhandlungen dafür eingesetzt, dass in den Bericht die Aufforderung an die Kommission einfliest, eine Richtlinie über die Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien im Bereich Wärme und Kühlung vorzulegen. Die EVP-ED-Fraktion will damit der Wirtschaft die notwendige Planungssicherheit geben. Das erklärte Ziel muss das schnelle Erreichen der Marktreife dieser Technologie sein. Es geht darum, Anreize für Innovationen zu setzen und einen Anschub zu unterstützen, nicht mehr und nicht weniger. Fehler der Vergangenheit, wie etwa bei der Überförderung der Stromproduktion durch Solarenergie (Photovoltaik) geschehen, können und müssen vermieden werden. Daher solle die Richtlinie keine bürokratischen Forderungen aufstellen, sondern ein Zeichen für das Bekenntnis der EU zur verstärkten Nutzung der Solaren Wärme und Kühlung sein.

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