Einigung zur Lebensmittelkennzeichnung / Verbraucherfreundliche Lösung bei Imitatkennzeichnung

„Künftig müssen Lebensmittelimitate wie Analogkäse oder Klebeschinken deutlich gekennzeichnet werden. Irreführung und Verbrauchertäuschung bei Lebensmitteln verhindern – das war von Anfang an mein Ziel, das wir jetzt erreicht haben. Die Einigung zwischen Rat und Europäischem Parlament ist eine verbraucherfreundliche Lösung“, kommentierte Anja Weisgerber, Sprecherin für Verbraucherschutz der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, die heutige Zustimmung des Rates zum Ergebnis der Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament und Rat bezüglich der neuen Lebensmittelkennzeichnungsverordnung.

„Viele Verbraucher wollen sich bewusst ernähren. Dafür brauchen sie die entsprechenden Informationen. Eine Nährwertangabe wird bald verpflichtend auf jeder Lebensmittelpackung zu finden sein, so dass jeder Verbraucher auf einen Blick erkennen kann, was in dem Produkt enthalten ist“, so die unterfränkische Europaabgeordnete. „Mein Leitbild ist der mündige Verbraucher – mit dieser Gesetzgebung kommen wir diesem Ziel einen großen Schritt näher.“ Angegeben werden müssen die Kalorien, Zucker, Salz, Fett und gesättigte Fettsäuren. „Ich freue mich besonders darüber, dass wir eine bessere Lesbarkeit durchsetzen konnten. Im Moment ist es doch so, dass viele Angaben kaum zu entziffern sind. Das wird bald vorbei sein“, so Anja Weisgerber weiter.

 

Auf traditionelle Handwerksbetriebe kommen keine neuen Belastungen zu, denn nicht vor-verpackte Waren sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. „Metzger, Bäcker, Konditoren – sie alle tragen zur Vielfalt unserer Esskultur bei. Dieser Reichtum an traditionellen Produkten muss erhalten bleiben. Einfache Regeln, keine unverhältnismäßigen Belastungen für Handwerksbetrieben – das ist das gute Ergebnis der Verhandlungen“, erklärte Anja Weisgerber weiter.

 

Vertreter von Parlament und Rat hatten sich Mitte Juni nach zähen Verhandlungen auf europaweit einheitliche Regelungen für die Kennzeichnung von Lebensmitteln geeinigt. Das Ergebnis wurde heute formal vom Rat bestätigt. Das Europäische Parlament wird Anfang Juli voraussichtlich dem jetzigen Verhandlungsergebnis zustimmen.  

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