Europäische Rohstoffstrategie

Rohstoffe sind essentiell für das Funktionieren der modernen Gesellschaft. „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie hängt davon ab, dass ausreichend Rohstoffe zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stehen. Gerade für Bayern als Technologiestandort ist dies bedeutsam, denn für die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien wie Elektroautos und Solarzellen sind bestimmte Metalle unbedingt notwendig. Hier müssen sich unsere Unternehmen in einem globalen Markt behaupten, der geprägt ist von einer stark gestiegenen Nachfrage nach Rohstoffen durch aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China. Unsere Politik in Europa muss sich an einem stärkeren Recycling, höherer Ressourceneffizienz und der Förderung von Rohstoffen in der EU orientieren“, so Anja Weisgerber nach der heutigen Abstimmung über die europäische Rohstoffstrategie im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments.

 

Die Rohstoffstrategie schlägt Maßnahmen vor, mit denen eine zuverlässige und dauerhafte Rohstoffversorgung gewährleistet werden soll. Dabei fußt die Strategie auf drei Säulen: Stärkung des Rohstoffabbaus innerhalb der EU, Ausweitung der Zusammenarbeit mit Staaten mit hohem Rohstoffvorkommen sowie erhöhte Recyclingtätigkeit.

 

„In Deutschland erzielen wir bereits hohe Recyclingquoten bei vielen Rohstoffen wie Glas, Papier und Kunststoff. Dies muss auf weitere Materialien ausgeweitet werden. So werden allein in Deutschland jedes Jahr rund 20 Millionen Handys und 5 Millionen Computer ausgemustert, von denen nur ein kleiner Teil recycelt wird. Wertvolle Metalle gehen so verloren und stehen nicht mehr für die Neuproduktion zur Verfügung. Dieses Problem wird mit der Rohstoffstrategie in Deutschland und in anderen EU-Ländern angegangen“, sagte Anja Weisgerber.

 

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