Gesundheitsausschuss stimmt für bessere Patienteninformation über verschreibungspflichtige Medikamente

Patienten bekommen künftig einen besseren Zugang zu unabhängigen Informationen über verschreibungspflichtige Arzneimittel. Das entschied heute der Gesundheitsausschuss des Europaparlaments in erster Lesung. “Mit dieser Abstimmung haben wir die erste Hürde für bessere Patienteninformation genommen. Im Mittelpunkt der neuen Gesetzgebung muss immer der mündige Patient stehen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Anja Weisgerber.
“Ich freue mich sehr, dass der Gesundheitsausschuss meine Idee der nationalen Gesundheitsportale heute mit breiter Mehrheit unterstützt hat. Auf diesen Internetseiten finden Patienten von unabhängigen Experten geprüfte, qualitativ hochwertige Informationen über Arzneimittel, Krankheiten und Behandlungsmethoden.“ Da aber nicht alle Patienten – insbesondere ältere Mitmenschen – mit  dem Internet vertraut sind, sollten die gleichen Informationen auch in gedruckter Form vorliegen. Auch dieser Ansatz wurde vom Gesundheitsausschuss unterstützt.
Als weiteren Erfolg wertet Anja Weisgerber die Zustimmung zu einfachen Kurzinformationen, der so genannten Faktenbox: “Viele Beipackzettel sind wenig patientenfreundlich – sie sind oftmals schwer verständlich und unleserlich. Eine Faktenbox kann hier Abhilfe schaffen: Sie stellt Nutzen und Risiken sowie die sichere Anwendung eines Medikaments einfach verständlich für jedermann dar.” Zudem wurde die Kommission aufgefordert, die Patientenfreundlichkeit von Beipackzetteln in einer Studie zu untersuchen und einen eigenen Vorschlag zur Verbesserung der Lesbarkeit und Verständlichkeit vorzulegen.
„In vielen Mitgliedstaaten der EU darf der Beipackzettel nicht einmal ins Internet gestellt werden.“ Weisgerber begrüßte deshalb, dass im Rahmen der Gesetzgebung zur Arzneimittelüberwachung bereits die verpflichtende Einrichtung von Arzneimittelsicherheitsportalen beschlossen wurde, auf denen Beipackzettel sowie weiterführende Informationen über klinische Studien veröffentlicht werden sollen. “Das ist bereits ein wichtiger Erfolg. Mein Ziel sind nationale Gesundheitsplattformen mit weiterführenden Informationen, die heute vom Gesundheitsausschuss beschlossen wurden”, betonte Anja Weisgerber. In Deutschland gibt es bereits gute Ansätze: Die Internetseite www.gesundheitsinformation.de des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWIG) bietet eine gute Basis und kann zu einer echten Gesundheitsplattform mit umfassenden Informationen ausgebaut werden.

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