Weniger Lärm auf Europas Straßen

Verbraucherschutzausschuss des Europaparlaments nimmt Stellungnahme Weisgerbers zu Geräuschemissionen von Kraftfahrzeugen an

Das Europäische Parlament debattiert derzeit über Wege, den verkehrsbedingten Lärm von Pkw, Lieferwagen, Bussen und Lkw vor allem im Stadtverkehr zu reduzieren. Die EU?Kommission hat eine Verordnung vorgeschlagen, die vorsieht, die geltenden Lärmgrenzwerte für Kraftfahrzeuge in verschiedenen Schritten im Durchschnitt um rund 25 Prozent zu senken. Dadurch soll ein Beitrag für einen besseren Gesundheitsschutz in der Europäischen Union geleistet werden.

Die Europaabgeordneten des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz haben heute mit großer Mehrheit die Stellungnahme der unterfränkischen Abgeordneten Anja Weisgerber zur Verringerung des Straßenverkehrslärms angenommen. „Lärm ist eine oft unterschätzte Quelle für menschliche Gesundheitsbeeinträchtigungen. Gerade Lärmbelästigung im Schlaf können verschiedene Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Tinnitus begünstigen. Mit der Verordnung senken wir die Geräuschbelastung durch den Straßenverkehr und tragen so zu mehr Gesundheitsschutz der Bevölkerung bei“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CSU?Europagruppe nach der Abstimmung.  

Neben den strengeren Lärmgrenzwerten stimmten die Abgeordneten auch für Weisgerbers Vorschlag, eine Kennzeichnung für die Lärmemissionen von Fahrzeugen einzuführen. Die Abgeordneten forderten die EU?Kommission auf, geeignete Vorschläge vorzulegen. Anhaltspunkte sollen dabei die existierenden Labels für CO2-Emissionen oder Kraftstoffverbrauch geben. „Klare und transparente Informationen über die Geräuschemissionen eines Fahrzeugs ermöglichen es den Verbraucher, ihre Kaufentscheidung auf den Geräuschpegel des Fahrzeugs zu stützen. Dies erhöht auch den Innovationsdruck auf die Industrie“.

In Bezug auf Elektrofahrzeuge legt die Verordnung technische Anforderungen an künstliche Geräuschquellen fest. Elektrofahrzeuge können im Straßenverkehr für sehbehinderte Menschen ein Risiko darstellen. „Bei geringen Geschwindigkeiten sind diese Fahrzeuge aufgrund des fehlenden Motorengeräusches nur sehr schwer zu hören und können daher leicht nicht bemerkt werden. Daher ist es wichtig, dass Elektroautos künstliche Geräusche ausstoßen, um andere Fahrkehrsteilnehmer zu warnen. Diese Geräusche müssen soweit wie möglich die Geräusche eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor nachbilden. Geräusche also, die die anderen Verkehrsteilnehmer kennen“, so Weisgerber abschließend.

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