Festansprache "Tag der Heimat 2012" des Bundes der Vertriebenen

Sehr geehrter Herr Krier,
Verehrte Damen und Herren.
Vielen Dank für die Einladung zum Tag der Heimat,
Sehr gerne habe ich sie angenommen und bin heute zu Ihnen gekommen.
Ich spreche heute zu Ihnen als Europaabgeordnete und als Abgeordnete der CSU, die in Europa die Interessen Bayerns und auch der Heimatvertriebenen immer wieder vertritt.
An dieser Stelle möchte ich auch meinen Kollegen und den Sprecher der Sudentendeutschen Volksgruppe Bernd Posselt lobend erwähnen, der sich mit ganzem Herzen für Ihre Belange einsetzt und mit dem ich im Europäischen Parlament und der CSU eng zusammenarbeite.
Er lässt seine herzlichen Grüße übermitteln!
Bayern und die Heimatvertriebenen sind seit jeher tief verbunden.
Erklärte doch der ehemalige Ministerpräsident Hans Erhard die Sudentendeutschen schon 1954 zum „vierten Volksstamm Bayerns neben Altbayern, Schwaben und Franken“.
In dieser Vielfalt unserer Stämme und Regionen liegt eine gewaltige Kraft – Kraft für die Zukunft!
Diese Vielfalt und Kraft machen Bayern aus.
Vielfalt macht auch die Europäische Union aus.
In Vielfalt geeint – das europäische Motto und Erfolgrezept ist auch auf Bayern zu übertragen.
Wir sind zukunftsstark, weil wir traditionsstark sind.
Der Erfolg ruht auf starken Werten und starken Wurzeln.
Dieses positive Klima gibt uns die besondere Kraft für die Zukunft:
„Erbe erhalten – Zukunft gestalten“ – Das heutige Motto bringt es auf den Punkt.
Nur wer um seinen kulturellen Boden und seine Geschichte weiß, kann in der Gegenwart die richtigen Entscheidungen treffen und erfolgreich in die Zukunft aufbrechen.
Dies haben die Heimatvertriebenen nach dem Ende des 2. Weltkrieges vorgelebt: Unsere Zukunft, unsere Gesellschaft beruht auf Werten und kultureller Identität.
1945/46 standen die Heimatvertriebenen buchstäblich vor dem Nichts.
Die Worte von Marion Gräfin Dönhoff beschreiben die damalige Situation im Jahr 1945 eindrucksvoll:
„Dann standen wir auf, ließen Speisen und Silber auf dem Tisch zurück und gingen zum letzten Mal durch die Haustür, ohne sie zu verschließen.“
Die Ereignisse von millionenfacher Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg gehören zu den tiefgreifendsten Ereignissen in der deutschen Geschichte.
Etwa 15 Millionen Deutsche wurden damals aus ihrer Heimat vertrieben, rund 2 Millionen verloren dabei ihr Leben.
Nach Bayern kamen bis 1950 2,1 Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge, die meisten davon Sudetendeutsche.
Hinzu kamen seit 1950 rund 640.000 Aussiedler und Spätaussiedler aus sämtlichen Herkunftsgebieten im Osten.
Den Vertriebenen wurde das Recht auf Heimat genommen.
Ohne Wohnung, ohne Arbeit und ohne Heimat sind sie damals in Bayern gestrandet.
Sie standen vor dem Nichts: Doch sie haben einige Dinge mitgebracht, die man ihnen nicht wegnehmen konnte: Ihren Mut, ihre Gestaltungskraft, ihr Wissen und dazu ihre Kultur und ihre Traditionen ? Kurzum Ihr ideelles und kulturelles Erbe!
Sie haben schmerzliche Erfahrungen durchleiden müssen, denn vergangenes Unrecht wurde mit neuem Unrecht vergolten.
Umso bemerkenswerter ist es, wie Sie – die Vertriebenen – auf Aussöhnung und Zusammenarbeit gesetzt haben.
Auf ein friedliches, freies Europa der Völker.
Nach 1945 hat die Idee eines geeinten Europa und ihre schrittweise Verwirklichung die Menschen in Europa zusammengeführt.
Von der EU der sechs ist die Gemeinschaft auf inzwischen 27 – mit dem Beitritt Kroatiens im nächsten Jahr bald 28 – Mitgliedstaaten gewachsen.
27 bzw. 28 Staaten, die in Frieden und wachsenden Wohlstand zusammenleben und weiter zusammenwachsen werden.
Momentan ist die Europäische Union in aller Munde.
Die Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone beschäftigt uns alle – ob als Politiker oder als Bürgerinnen und Bürger.
Lassen Sie mich kurz einige Worte zur Lage in der Euro-Zone verlieren.
Zunächst handelt es sich nicht um eine Krise des Euro, sondern um eine Staatsschuldenkrise einiger Mitgliedstaaten
Jahrzehntelanges Wirtschaften über die eigenen Verhältnisse wird nun bestraft.
Die Fehlentscheidungen der Regierung Schröder, die Aufweichung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes, haben die Situation zusätzlich verschärft.
Doch die Europäische Union zeigt Handlungsfähigkeit und konnte entscheidende Schritte zur Lösung der Krise gehen
Es ist wichtig die Krise an der Wurzel zu packen, d. h. wir brauchen an einigen Stellen mehr Europa, nämlich dort wo sich die Mitgliedstaaten an die Spielregeln halten müssen.
Die Bundesregierung ist mit Ihrer Politik der Solidarität und Eigenverantwortung auf dem richtigen Weg, so dass Europa gestärkt aus der Krise kommen kann.
Doch sorgt die Krise für Verunsicherungen unter den Menschen.
Dadurch gerät jedoch allzu oft in Vergessenheit, dass die EU eine einmalige Erfolgsgeschichte ist.
Die EU bringt uns allen viele Vorteile ? Hier möchte ich nur zwei Stichworte nennen:
Grenzenloses Reisen, hoher Wettbewerb und dadurch sinkende Preise, zum Beispiel beim Telefon-Roaming.
Die EU schützt und nützt uns ? Auch hier nur ein Stichwort:
Hoher Umwelt- und Verbraucherschutzstandards – Beispielsweise im Bereich Kinderspielzeug oder Datenschutz.
Darauf müssen wir weiter aufbauen – und die Menschen mitnehmen.
Und das wichtigste – gerade auch für Sie: Die EU ist ein Friedensprojekt.
Die EU ist ein Garant dafür, dass sich das Ihnen zugefügte Leid nicht noch einmal wiederholt.
Nach dem Krieg und mit den Benes-Dekreten ist Ihnen viel Unrecht widerfahren.
Sie in Ihrer eigenen oder in Ihrer Elterngeneration haben mehr als die meisten anderen Bevölkerungsgruppen unter den schrecklichen Folgen von Krieg und Diktatur leiden müssen.
Mit der Charta der Heimatvertriebenen haben sich die Heimatvertriebenen jedoch ausdrücklich für den Pfad der Verständigung und Versöhnung ausgesprochen.
Schon damals haben die Heimatvertriebenen Ihren persönlichen Beitrag zum Frieden und zur Aussöhnung in Europa geleistet.
Als Brückenbauer Europas haben Sie schon damals sichtbare und unsichtbare Grenzen aufgebrochen und den Weg für ein friedliches Zusammenleben in Europa geebnet.
Dafür danke ich Ihnen.
Heute – am Tag der Heimat – Gedenken wir den Heimatvertriebenen und der Charta der Deutschen Heimatvertriebenen von 1950.
Das Treffen in Stuttgart 1950 mit der feierlichen Verkündigung der Charta bildete den Auftakt für den Tageder Heimat.
Damals trafen sich die Heimatvertriebenen vor der Ruine des Schlosses in Stuttgart.
Dieses Bild steht geradezu symbolhaft für die damaligen Jahre.
August 1950 in Deutschland – Deutschland war schon geteilt.
Die Heimatvertriebenen in der DDR konnten sich nicht mehr äußern.
Über acht Millionen Heimatvertriebene lebten im Westen Deutschlands, rund die Hälfte davon noch in Lagern.
Die traumatischen und furchtbaren Erlebnisse lagen erst wenige Jahre zurück.
Wir wissen, welche Tragödien, welche Barbareien, welche Verbrechen zwischen 1939 und 1945 in den von Deutschland besetzten Gebieten geschehen sind.
Wir wissen um den Holocaust an den Juden, um den Völkermord an den Sinti und Roma.
Wir erinnern daran in vielen Gedenkstätten und in unseren Schulen.
Wir vergessen nicht.
Wir vergessen nicht die Tragödie von Flucht, Vertreibung und Deportation.
Wir vergessen nicht, dass die Heimatvertriebenen in ihrer damaligen verzweifelten Situation eine Charta formuliert haben, die Zuversicht und Hoffnung ausstrahlt.
Dieses Dokument gehört ganz entscheidend zur jungen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Es war wichtig für einen guten Beginn Deutschlands nach dem Weltkrieg, und es wirkt hinein bis in unsere Tage.
1950 sandten die Heimatvertriebenen Botschaften aus, die für das Gelingen der jungen Demokratie, für den Wiederaufbau in Deutschland und für die Perspektiven Deutschlands in Europa von herausragender Bedeutung waren.
Die Heimatvertriebenen stehen für Verständigung und ein gutes Miteinander in Europa.
Die Heimatvertriebenen wollen auch ihr Erbe erhalten und die Zukunft gestalten.
Die Heimatvertriebenen bekunden ihren Willen zur Integration durch tatkräftige Aufbauarbeit.
Die Heimatvertriebenen kämpfen für die Anerkennung des Rechtes auf die Heimat und damit für die Ächtung von Vertreibungen.
Das waren vor mehr als 60 Jahren Hoffnungen, Zukunftsperspektiven.
Viel davon ist in Erfüllung gegangen – auch durch das tatkräftige Mitwirken der Heimatvertriebenen.
Was Bayern anbelangt, so haben die Staatsregierungen den Leistungswillen, die Ideen, die Schaffenskraft der Heimatvertriebenen stets hervorgehoben und gewürdigt.
Der Freistaat Bayern war und ist stets verlässlicher Partner der Heimatvertriebenen.
Diese Politik führt die CSU auch in Zukunft fort.
Vertreibung ist und bleibt Unrecht.
Dies muss Mahnung bleiben.
Wir müssen Vertreibungen weltweit ächten.
Gerade in Deutschland müssen wir die Erinnerung an die Vergangenheit wach halten.
Deshalb fordert die Staatsregierung die Einführung eines nationalen Gedenktages für die Opfer der Vertreibung.
Dafür hat sich unser bayerischer Ministerpräsident Horst Seehofer beim Sudetendeutschen Tag in diesem Frühjahr erneut stark gemacht.
Der Bundestag hat an die Bundesregierung einen klaren Prüfauftrag erteilt, für die Einführung eines solchen Gedenktages.
Damit haben wir ein Etappenziel erreicht.
Doch den Worten müssen nun Taten folgen – daher halten wir den Druck weiter aufrecht.
Wir brauchen eine Kultur der Erinnerung.
Auch noch nicht abgeschlossen ist der Weg zu einer angemessenen Würdigung der deutschen Zwangsarbeiter.
Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ war dazu ein wichtiger und richtiger Schritt.
Eine ähnliche Würdigung sollten nun auch die deutschen Zwangsarbeiter durch ihr Vaterland erfahren.
Daher hat der Ministerpräsident weiterhin gefordert, dass in Berlin, wo die Dokumentationsstätte der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ entsteht, auch das Thema Zwangsarbeit zur Sprache kommen sollte.
Angesichts der schrecklichen Erfahrung von Zwangsarbeit, von Demütigung und Unterdrückung sollte es eine Entschädigung für die Menschen geben.
Das alles gehört zu unserer Kultur der Erinnerung.
Das ist unser Erbe.
Dieses Erbe müssen wir erhalten, um eine erfolgreiche Zukunft gestalten zu können, meine Damen und Herren.
Damit komme ich wieder auf das Motto des heutigen Tages zurück.
Soeben habe ich es schon erwähnt: Erbe erhalten – Zukunft gestalten.
Eng damit zusammen hängt der Heimatbegriff.
Heimat ist in unserer Gesellschaft wieder ein großes Thema.
Die Zeiten, in denen mit Heimat nur Brauchtum und Folklore oder Ewiggestriges assoziiert wurde, sind lange vorbei.
Die Menschen wissen es wieder – oder bekennen sich wieder dazu – dass Heimat für sie von grundlegender Bedeutung ist.
Menschen brauchen dieses Gefühl von Zugehörigkeit; sie möchten sich irgendwo verankert wissen.
Heimat – so habe ich einmal gelesen – „Heimat ist, wo wir unseren Lebensfaden festgemacht haben.“
In dieser Definition schwingt auch etwas Aktives mit: Wir sind nicht nur qua Geburt oder Aufwachsen irgendwo verwurzelt, wir verwurzeln uns auch selber.
Heimat in diesem Sinne hat nicht nur etwas mit Landschaften, mit Sprache und Kultur zu tun.
Heimat hat auch mit Menschen zu tun, zu denen wir eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln, und mit beruflichen oder anderen Aufgaben, die uns fordern und erfüllen.
Aber natürlich ist Heimat zunächst und vor allem der Ort, an dem wir geboren sind und wo wir aufwachsen.
Heimat ist der Raum, in den wir ganz selbstverständlich hineinwachsen und der uns deshalb von klein auf vertraut ist.
Sie ist der Umkreis, in dem wir unsere ersten Erfahrungen sammeln und von dem aus wir die Welt entdecken.
Heimat ist das Umfeld, das uns in Kindheit und Jugend prägt, und das wir schon allein deshalb nicht vergessen können.
Und die Erinnerung daran kann uns auch niemand nehmen.
Doch so bedeutungsvoll die ursprüngliche Heimat immer ist – einen Ort zum Verankern können wir auch woanders finden.
Das galt nie so wie heute in der Europäischen Union.
Nie war es einfacher in einem anderen EU-Land zu leben, zu arbeiten, zu studieren oder dorthin zu reisen.
Es gibt nicht nur die erste, es gibt auch eine zweite Heimat.
Millionen von Menschen haben es erfahren und bewiesen:
Millionen von Flüchtlingen, die wie die Deutschen der ehemaligen Ostgebiete gegen Ende des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat fliehen mussten oder vertrieben wurden.
Daneben brachen Millionen von Auswanderern in fremde Regionen auf, weil sie sich dort bessere Lebensmöglichkeiten erhofften.
Gewiss, es ist nicht leicht, seinen Lebensfaden wieder neu festzumachen.
Und es fällt wohl besonders schwer, wenn diese Lebensänderung nicht aus freiem Entschluss erfolgte, sondern einem aufgezwungen wurde.
Es dauert, bis die Fremde einem vertraut wird, und es dauert noch länger, sich wieder irgendwo zu Hause zu fühlen.
Bei aller Wehmut über den Verlust der ursprünglichen Heimat ist es aber möglich, eine zweite Heimat zu finden.
Und wenn es der ersten Generation noch nicht so richtig gelingt, am neuen Ort heimisch zu werden, so glückt es doch der zweiten.
Auch das haben die deutschen Heimatvertriebenen gezeigt.
Sie hatten alles verloren, was ihr bisheriges Leben ausmachte, und waren von schrecklichen Erfahrungen traumatisiert.
Aber es ist ihnen gelungen, einen Neuanfang zu machen und sich eine neue Existenz aufzubauen.
Und heute weiß kaum einer mehr, wer damals alteingesessen und wer neu zugezogen war.
Es ist möglich, eine neue Heimat zu finden beziehungsweise sich eine neue Heimat zu schaffen.
Es ist möglich, weil neue Bindungen eingegangen werden,
Bindungen beruflicher Art,
Bindungen an andere Menschen,
Bindungen durch die Übernahme neuer Aufgaben, beispielsweise im Ehrenamt.
Wer so Land und Leute kennen lernt und neue Beziehungen knüpft, schafft sich einen neuen Lebensmittelpunkt.
Und damit entsteht auch wieder ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Wer sich woanders ein neues Haus einrichtet, wird sich mit der Zeit auch innerlich im neuen Ort einrichten.
Menschen brauchen einen Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen.
Gerade heute, in einer Welt, in der sich alles immer rascher wandelt, brauchen sie einen festen Bezugspunkt und einen ruhenden Pol.
Das ist die Familie oder der Freundeskreis, und das ist der Ort, an dem man sich auskennt, wo man selber ein Wörtchen mitreden kann.
So faszinierend die Vorstellung von der immer kleiner werdenden Welt auch ist – im globalen Dorf kann man sich nicht verankern, sondern nur in überschaubaren sozialen Räumen.
Globalisierung und Heimat, Weltoffenheit und Heimatverbundenheit – sie stehen nicht im Gegensatz, sondern ergänzen sich.
Heimat hat etwas mit der eigenen Identität, der eigenen Geschichte zu tun.
Heimat prägt die Menschen, so wie die Menschen ihre Heimat prägen.
Vertriebenenverbände und Heimatvereine halten altes Brauchtum und die eigene Geschichte lebendig.
Sie pflegen Traditionen, weil sie etwas bewahren möchten, was ihnen wichtig ist, und weil sie wissen, dass das Heute ohne das Gestern nicht verständlich ist.
Auch die Enkel und Urenkel der Vertriebenen interessieren sich dafür, wo die Großeltern herkamen;
Die jungen Menschen von heute möchten wissen, welche Entwicklung ihr eigenes Land genommen hat und wie Europa zu dem geworden ist, was es heute ist.
Die junge Generation leitet einen wichtigen Beitrag, um Erinnerung und Tradition lebendig zu halten.
In der europäischen Geschichte ist viel Unrecht geschehen – Unrecht, dass noch längst nicht alles aufgearbeitet ist.
In einem Kontinent mit so vielen Kriegen und Grenzverschiebungen kann es gar nicht anders sein, als dass unsere Geschichte, unser Erbe, ein sensibles Thema war und ist.
In solch einem Europa leben wir heute.
Ein Europa, das aus den Fehlern und Versäumnissen der Vergangenheit gelernt hat und das allen Menschen, die hier leben, Heimat sein will.
Ein Europa, das die Menschenrechte wahrt und sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzt.
Gerade diejenigen, die Schlimmes erleiden mussten, wissen, wie mühsam der Weg dorthin manchmal ist und dass dafür die Mitwirkung aller gebraucht wird.
Am Tag der Heimat erinnern die Vertriebenen an ihre Heimat, an ihr Erbe, an ihren Verlust und damit auch daran, was Heimat bedeutet.
Dabei geht es ihnen nicht nur um IHR Schicksal, sondern um das Schicksal ALLER Vertriebenen weltweit.
Immer wieder mussten wir auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erleben, dass Menschen zur Flucht gezwungen wurden.
Sensibler zu werden für die Not und die Belange dieser Menschen, auch dazu kann der Tag der Heimat einen Beitrag liefern.
Eine Kultur der Erinnerung, die uns Kraft für eine gemeinsame Zukunft gibt.
Das hat sich der Bund der Vertrieben zur Aufgabe gemacht, das muss aber auch Aufgabe für uns alle, für unsere Gesellschaft sein.
Nicht nur in der Gegenwart – sondern auch in der Zukunft.
Gemeinsam schaffen wir, es dieses „Haus“ in Bayern, in Deutschland und Europe zu bauen – in dem wir das Erbe erhalten und die Zukunft neu gestalten.
Vielen Dank.

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