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Klimawandel in Unterfranken – Auswirkungen auf die Wasserversorgung

Pressemitteilung, 15. Juli 2021

MdB Weisgerber diskutiert mit Wissenschaftlern und Praktikern

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Unterfranken besonders spürbar. Bis Ende des Jahrhunderts wird eine enorme Temperatursteigerung auf die Region zukommen. Obwohl mehrere Kommunen in den letzten Wochen wiederholt mit Starkregenereignissen und Überschwemmungen zu kämpfen hatten, leidet die Region vermehrt unter Trockenheit. Die Wasserknappheit wird für Landwirte, Gemüseanbauer und Winzer zu einer immer größeren Herausforderung. Die Schwebheimer Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber hat daher zu einer virtuellen Veranstaltung mit dem Titel „Klimawandel in Unterfranken – Auswirkungen auf unsere Wasserversorgung“ eingeladen. 

Prof. Dr. Jörg E. Drewes vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft an der TU München referierte über sein Forschungsprojekt im Raum Schweinfurt, das Handlungsoptionen für die Gewinnung, Verteilung und potenzielle Einsatzmöglichkeiten für sogenanntes Nutzwasser erarbeitet hat. Er resümierte, dass bereits heute die Weichen für langfristige Lösungen gestellt werden müssten. Zustimmung erntete er dabei von den Praktikern.

Vom Bayerischen Bauernverband berichtete Eugen Köhler, vom Fränkischen Weinbauverband Hermann Schmitt. Den Gemüseanbau vertrat Martin Schlereth aus Unterpleichfeld. Alle drei Vertreter betonten, dass sie die Anbaumethoden aufgrund der klimatischen Veränderungen bereits heute anpassen müssten. Ziel ist, das natürlich vorhandene Wasser optimal zu nutzen. Es müssten aber auch Möglichkeiten zu Bewässerung geschaffen werden, andernfalls käme es zum Beispiel im Steillagenweinbau zu Verbuschung, was wiederum das Landschaftsbild nachhaltig verändern würde. Wasserspeicher, die im Herbst und Winter während der niederschlagsreichen Monate befüllt werden, sind in diesem Zusammenhang genauso eine Option, wie die Aufbereitung von Abwasser unter Einhaltung von Standards oder die Wasserentnahme aus Flüssen. 

Bundestagsabgeordnete Weisgerber berichtete, dass der Deutsche Bundestag vor der Sommerpause noch ein umfassendes klima- und energiepolitisches Gesetzgebungspaket auf den Weg gebracht habe, um den Klimawandel weiter einzudämmen. Es sei aber auch Anpassung notwendig. Der Entwurf für eine „Nationale Wasserstrategie“ sei eine erste Antwort. Der Bund sehe eine Milliarde Euro für die Gewässerentwicklung und Anpassung der Wasserwirtschaft an den Klimawandel vor. Das sei ein Anfang, reiche aber noch nicht aus, um der Herausforderung nachhaltig zu begegnen.

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